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SWB setzt beim Müll auf Unterflur-Systeme

Müllcontainer unter die Erde verbannen – das verschönert nicht nur das Bild eines Quartiers. Sogenannte Unterflurcontainer sind auch barrierefrei. Wir setzen sie bislang an drei Standorten ein und es werden in Zukunft sicher noch mehr werden.

Seit einer Änderung der Mülheimer Abfallsatzung vor gut zwei Jahren ist der Einsatz von Unterflurbehältern möglich. Sie eignen sich sehr gut für Wohnanlagen. „Die SWB hat sie bisher bei neuen und sanierten Quartieren verbaut“, sagt Oliver Ahrweiler, Prokurist und Technischer Leiter bei der SWB. So verfügen die Neubauprojekte Dümpten23 und Eichbaumsiedlung-Süd sowie die modernisierten Häuser an der Filchnerstraße 56–78 in Heißen über unterirdische Müllsammel-Container. „Wir planen noch weitere Standorte damit auszustatten. Es müssen allerdings gewisse örtliche Gegebenheiten vorhanden sein. So müssen die Container für die Fahrzeuge der MEG gut erreichbar sein. Nicht immer können sie auf unser Grundstück fahren. Dann ist die Frage, ob die Verkehrssituation den Einsatz von Unterflurbehältern erlaubt oder ob sie den Verkehr zu sehr behindern.“ Denn die Entleerung der unterirdischen Container dauert länger als bei „normalen“ Containern und die Müllautos brauchen Platz zum Rangieren. 

Die Entleerung ist ein Schauspiel
Und so werden die Unterflurbehälter geleert: Die Absetzkipper der MEG sind mit einem Kranarm ausgestattet, der nach der Box greift und diese nach oben zieht. Zur Sicherheit schließt sich die Grube während des Vorgangs automatisch. An der Unterseite des Containers öffnet sich eine Klappe, der Abfall bzw. der Plastikmüll („Grüner Punkt“) landet im Müllauto. Der Behälter schließt sich und wird wieder exakt in der Grube versenkt. Um zu gewährleisten, dass tatsächlich nur SWB-Mieter ihren Rest- bzw. Müll in den Containern entsorgen, benötigt man einen Schlüssel, um den Einwurfschacht öffnen zu können.

Großer Vorteil ist die barrierefreie Nutzung 
Mal abgesehen davon, dass die Unterflurbehälter besser aussehen als klassische Müllcontainer und sich Müllsammelstellen leichter sauber halten lassen, haben Unterflur-Systeme einen weiteren entscheidenden Vorteil: Sie sind – da sie im Boden versenkt sind – barrierefrei erreichbar und können somit auch problemlos von Menschen genutzt werden, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Damit tragen sie dazu bei, inklusives Wohnen möglich zu machen.