SWB Mietermagazin 1|26

miteinander ¡ Das Wetter ist einladend, man möchte an die frische Luft – aber allein spazieren zu gehen macht meistens wenig Freude. Aus diesem Bedürfnis heraus sind in Mülheim die Stadtteilspaziergänge entstanden, ein Angebot des von der Stadt initiierten Netzwerkes der Generationen. Im Mittelpunkt stehen nicht sportliche Höchstleistungen, sondern Bewegung, Begegnung und das gute Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein. Stadtteilspaziergänge bringen Menschen zusammen und in Bewegung Gemeinsam statt einsam Das Angebot geht auf eine Initiative vor rund 15 Jahren zurück. Damals fragte die Stadt Mülheim gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund Bürger in verschiedenen Stadtteilen, wie sie in ihrem Stadtteil älter werden wollen. Aus den Befragungen und Treffen entstanden Stadtteilgruppen, unterstützt von Mitarbeitern der Stadt. Dort wurden ehrenamtlich organisierte Angebote entwickelt, die das Miteinander vor Ort stärken. 2014 fiel einer Bürgerin aus der Stadtteilgruppe in Dümpten auf, dass viele ältere Menschen allein mit dem Rollator unterwegs waren. Die Idee eines gemeinschaftlichen Angebots lag nahe: Spaziergänge, zu denen alle eingeladen sind, die Zeit und Lust auf Gesellschaft haben – vor allem ältere Menschen, aber auch andere Interessierte. Die Idee verbreitete sich in mehrere Stadtteile, aus ersten Versuchen wurden feste Termine. In der Corona-Zeit mussten die Spaziergänge pausieren, danach brauchten die Gruppen neuen Anlauf. Gleich geblieben ist ein Bedürfnis, das Ragnhild Geck von der Seniorenberatung der Stadt so beschreibt: „Der Wunsch nach Begegnung und Gesellschaft ist ein wichtiges Kriterium für diese Altersgruppe.“ Deshalb gehört heute häufig ein gemeinsamer Abschluss im Café dazu. Unterwegs sein, reden, ankommen – all das ist Teil des Konzepts. Organisiert werden die Spaziergänge von Ehrenamtlichen aus den Stadtteilgruppen. Sie planen die Strecken, legen Treffpunkte fest und begrüßen neue Teilnehmende. Unterstützt werden sie von Partnern wie der Seniorenberatung der Stadt oder auch der SWB, die im Austausch bleiben und bei Bedarf helfen. Mitlaufen können Senioren, aber auch Mütter mit Kindern, Menschen mit Rollator, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen. Die Wege sind entsprechend gewählt, niemand soll überfordert werden. Wer möchte, kann unterwegs aussteigen oder direkt im Café dazustoßen. Die Strecken dauern je nach Gruppe etwa zwischen einer halben und einer Stunde. Eine Anmeldung ist in der Regel nicht nötig, spontanes Mitlaufen ist möglich. Neue Teilnehmer sind jederzeit willkommen. Die Spaziergänger vom Quartierspunkt Heißen sind jeden vierten Dienstag im Monat gemeinsam unterwegs. Termine im Überblick Dümpten: 3. Dienstag im Monat, 11 Uhr, Haltestelle „Mülheim Dümpten Friedhof“, Kontakt: Holger Förster, Tel. 0208/455-5059 Styrum: 1. Donnerstag im Monat, 14 Uhr, ungerader Monat Feldmann-Stiftung, Augustastraße 108-114, gerader Monat Schloss Styrum, Moritzstraße 102, Kontakt: Holger Förster, Tel. 0208/455-5059 Stadtmitte: 4. Mittwoch im Monat, 14.30 Uhr, Fielmann Forum, Kontakt: Ragnhild Geck, Tel. 0208/455-5007 Raadt: letzter Freitag im Monat, 11 Uhr, Pflege Behmenburg GmbH, Brunshofstraße 6-8, Kontakt: Svenja Ester, Tel. 0208/493066 Heißen: 4. Dienstag im Monat, 15 Uhr, SWB-Quartierspunkt Heißen-Süd, Kleiststraße 20, Kontakt: Anna Schewerda, Tel. 0208/45002-409 Speldorf: 1. Montag im Monat, 14.30 Uhr, Parkplatz REWE, Duisburger Straße 283, Kontakt: Ragnhild Geck, Tel. 0208/455-5007

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