SWB Mietermagazin 1|26

¥ miteinander Kleine blaue Traubenhyazinthen recken ihre Köpfe in die Höhe, an anderen Stellen blüht es weiß und gelb: Schon zu Ostern hatte der Frühling im PikoPark an der Oberheidstraße Einzug gehalten. Der kleine Naturpark zwischen den SWB-Häusern wurde im vergangenen Jahr fertiggestellt. Seitdem erfreuen sich Anwohner ebenso wie Spaziergänger an der grünen Oase. Doch auch für Schulkinder ist der Park ein lohnendes Ziel – das zeigte nun der Besuch von Grundschülern der Erich-Kästner-Schule. Grundschüler erhielten Führung durch den PikoPark „Ein Kindergarten für Käfer“ Bereits zum zweiten Mal waren die Schüler im PikoPark zu Gast. Schon im Herbst hatten sie bei der letzten großen Pflanzaktion in dem Naturgarten mit angepackt. Diesmal hatte das Familiengrundschulzentrum, das in den Osterferien Aktionen für die Kinder organisiert hatte, gemeinsam mit dem SWBQuartiersmanagement Schüler und Eltern zu einem erneuten Besuch eingeladen. Neben den Kolleginnen des Quartiersmanagements begrüßte auch Oliver Heinzler die Gruppe aus Kindern und ihren Müttern. Der Gartenbauer hatte den PikoPark mit seiner Firma Kräuterpott angelegt. Das Besondere an dem Naturgarten: Hier wurden ausschließlich heimische Pflanzen gesetzt, um bedrohten Insekten geeignete Lebensräume zu bieten. Ein Blumen- und Kräuterrasen, Totholzhecken, Käferkeller und ein Kompostplatz machen den Garten zu einem wertvollen Rückzugsort für Tiere. Liegende Holzstämme laden Kinder zum Balancieren ein. Herzstück der Anlage ist eine kreisrunde Fläche mit Senkgarten und Rankpflanzen sowie einer Trockenmauer mit Natursteinbank. Neugierig verfolgten Kinder und Erwachsene die Erläuterungen. Heinzler zeigte, wie sich der kleine Park seit Herbst entwickelt hat. Im Bienenhotel sind die ersten Löcher schon verschlossen – ein Zeichen dafür, dass Wildbienen hier bereits ihre Eier abgelegt haben. Was auf den ersten Blick wie gestapelte Ast- und Holzreste aussieht, ist in Wahrheit ein Käferkeller. Dort legen große Käfer ihre Eier ab, und die Larven entwickeln sich. Bis sie schlüpfen, dauert es allerdings bis zu sieben Jahre. „Das ist praktisch ein Kindergarten für Käfer“, brachte es der Gärtner anschaulich auf den Punkt. Auch Vögel finden im Totholz gute Nistmöglichkeiten. Am Rand des Parks hängen Vogelhäuschen mit unterschiedlich großen Einfluglöchern, in denen verschiedene Vogelarten nisten können. Die Beerensträucher im PikoPark wachsen ebenfalls schon gut – bis zur ersten naschbaren Ernte wird es aber noch etwas dauern. Am Ende der Führung – und nachdem die Kinder ausgiebig über Stämme und Mauern balanciert waren – waren alle Teilnehmenden in den gegenüberliegenden SWB-Quartierspunkt eingeladen. Dort konnten sie sich bei einem Brunch stärken, zu dem die Mütter auch selber Leckereien mitgebracht hatten, und den Vormittag gemeinsam ausklingen lassen. Gartenbauer Oliver Heinzler (rechts) erklärte den neugierigen Besuchern die einzelnen Bereiche des PikoParks.

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