„Wegschauen war für mich nie eine Option“ miteinander Christabel Commodore in „ihrem“ Quartier an der Elisabeth-Selbert-Straße. Manchen Menschen liegt es in der Natur, andere zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass eine Gemeinschaft funktioniert. Ein solcher Mensch ist Christabel Commodore. Aufgewachsen im SWB-Quartier an der Elisabeth-Selbert-Straße, setzt sie sich seit Jahren für eine gute Nachbarschaft ein und ist insbesondere für die Kinder eine Vertrauensperson und Anlaufstelle, wenn es irgendwo Probleme gibt. Denn, so sagt sie: „Ich liebe einfach Menschen und mache das gerne.“ Christabel ist 21 Jahre alt und lebt seit 16 Jahren im SWBQuartier. Mit ihrer Familie kam sie damals aus Dortmund hierher. „Für mich war das eine neue Welt. In Dortmund kannte ich die ganze Nachbarschaft, hatte dort Freunde, und musste mir hier erst mal alles neu aufbauen.“ Sie schwärmt von der großen Wiese zwischen den alten Häusern, um die sich die Straße wie ein Bogen schlängelte. „In der Mitte sind immer alle Kinder zusammengekommen, und so habe ich meine ersten Freunde kennengelernt.“ Als offene, fröhliche Person fiel ihr der Anschluss nicht schwer. „Im Gegensatz zu heute war es damals sehr einfach, Anschluss zu finden“, weiß die Studentin. „Ich habe mit Kindern aus allen möglichen Nationen und Kulturen gespielt, und wir hatten nie Probleme.“ Neubau veränderte vieles Dann kam die Veränderung: Im Rahmen einer umfassenden Quartiersentwicklung wurden die alten, nicht mehr zeitgemäßen Häuser in der Mitte abgerissen, die SWB baute neu. Viele ihrer Freunde zogen weg, ihre Familie zog vom Innen- in den Außenbereich der Elisabeth-Selbert-Straße. „Das hat das Miteinander der verbliebenen Kindern verändert“, erinnert sich Christabel. Die große Wiese als gemeinsamer Treffpunkt Christabel Commodore setzt sich aktiv für eine funktionierende Nachbarschaft ein
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