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Durch ihr Dickenwachstum heben sie

dort im Laufe der Zeit Platten oder

Steine tatsächlich an. Vergleichba-

res gilt, wenn Wurzeln in vorhandene

Spalten oder Öffnungen von Bauwer-

ken eindringen. Irgendwann können

sie dann sogar Steine sprengen.

Voraussetzung: Vorschäden

Erste Ursache solcher Zerstörung sind

in den meisten Fällen aber bereits vor-

handene Schädigungen. Diese gehen

vor allem auf Verwitterung zurück,

der alle Mineralien unterliegen, ob

natürlicher Herkunft oder künstlich

hergestellt. Hauptverantwortlich sind

Wasser, Frost, Wind und saurer Regen.

Pflanzen spielen hier eine eher unter-

geordnete Rolle. Ihr „Beitrag“ ergibt

sich daraus, dass sie einfache natürli-

che Säuren bilden können – z.B. Citro-

nen-, Wein- oder auch Salicylsäure.

An den sog. Haarwurzeln ausgeschie-

den, greifen sie Mineralien an – was

sich allerdings wesentlich langsamer

auswirkt als die mechanische Verwit-

terung.

Kurz noch ein Blick in die Röhre

Die meisten Säuren scheitern an Glas,

sonst könnte man sie nicht in Flaschen

aufbewahren. Als man noch glasierte

Tonrohre verwendete, konnten Pflan-

zen ihnen chemisch also gar nicht

beikommen. Gleiches gilt für die mo-

derneren Kunststoffrohre. Am meisten

gefährdet sind Betonfertigteile, da ihr

Zementanteil meist aus gebranntem

Kalk besteht, der extrem anfällig für

Säuren ist. Darüber hinaus erlauben

z.B. beschädigte Verbindungsstücke

das Einwachsen von Wurzeln, denn wo

Wasser herauskommt, schaffen es die

feinen Wurzelhaare auch hinein. Mit

der Zeit kann das bis zur Rohrverstop-

fung führen.

Die Bäume sind unschuldig –

und überlebenswichtig!

Die meisten Schäden durch Bäume

entstehen in den Innenstädten, wo wir

Menschen sie angesiedelt haben. Wa-

rum haben wir das getan? Ganz ein-

fach: Weil Bäume nicht nur schön aus-

sehen, sondern dringend gebraucht

werden. Insbesondere mit Blick auf

die gefährlichen, oft sogar tödlichen

Folgen von Feinstäuben und die Aus-

wirkungen klimaschädlicher Gase wie

CO

2

kann die Bedeutung der Bäume

als Luftfilter und Sauerstoffproduzen-

ten gar nicht hoch genug eingeschätzt

werden. Dann sollten wir ihnen aller-

dings auch den Ausbreitungsraum für

die überlebensnotwendigen Wurzeln

lassen und für genügend Abstand zu

Versorgungsleitungen und Häusern

sorgen. Und dann könnten wir bei der

Artwahl noch den verfügbaren Platz

mitberücksichtigen.

All das sieht das moderne Siedlungs-

konzept auch vor. Denn wir wollen

Mensch und Baum nicht trennen,

sondern ein bedarfsgerechtes Zusam-

menleben ermöglichen.

25 Jahre Spielfreude

Wir gratulieren unserer Kollegin Silvia

Laszetzki zu 25 Jahren SWB! Ihr Einsatzbereich

sind die weit über 100 Spielplätze, die zu unse-

rem Bestand gehören. Sie überwacht Qualität

und Sicherheit und kümmert sich darum, dass

alle Spielgeräte regelmäßig überprüft und bei

Bedarf repariert oder ausgetauscht werden. Es

ist also ihr Verdienst, dass unsere Spielplätze

alle TÜV-Prüfungen mit Auszeichnung beste-

hen – und der Spaß am Spiel vor der eigenen

Haustür erhalten bleibt. Auch im Namen von

Kindern und Eltern möchten wir uns dafür

ganz herzlich bedanken und hoffen, dass Frau

Laszetzki noch lange für uns am Ball ist!

+++

„Mülheimischer“ geworden

Rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres hat

unsere Stadt im August ihre Beteiligung an der

SWB deutlich aufgestockt. Gegenüber bisher

49,9% hält die Beteiligungsholding Mülheim

an der Ruhr GmbH nun 72,1% der Anteile. Die

restlichen 27,9% liegen weiterhin beimEnergie-

dienstleister medl.

+++

Wenn der Ruhestand ruft

... würden wir manchen Kolleginnen und Kol-

legen gern die Ohren zuhalten. Zum Beispiel

Monika Nienhaus und Uwe Nitsche, die uns

leider beide zum 31. Juli dieses Jahres endgül-

tig verlassen haben. Die Laufbahn von Herrn

Nitsche begann vor 45 Jahren: 1972 stieg er als

Auszubildender bei uns ein und kümmerte sich

seit 1976 als Kundenbetreuer um die Anliegen

von Mietern und Wohnungssuchenden. Frau

Nienhaus wurde 1985 als Sozialpädagogin

eingestellt und war schwerpunktmäßig in der

Nachbarschaftshilfe tätig. Beiden sagen wir an

dieser Stelle nochmals vielen Dank für ihr lang-

jähriges Engagement und wünschen ihnen nur

das Allerbeste für die neue Lebensphase.

+++

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