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Neue Serie: Tipps und Tricks

im Umgang mit Social Media

Junge Leser

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Das Internet hat unser Leben verän-

dert, allem voran die Sozialen Netzwer-

ke. Ok! Deins nicht so sehr, denn Du

bist damit aufgewachsen. Sie gehören

zu Dir, zu Deinem Alltag - und das

ist auch gut so! Du chattest, bloggst,

likest, postest und appst was das Zeug

hält. Doch immer wieder kursieren

Meldungen über Gefahren, die im Netz

lauern. Über Cybermobbing. Über

Spuren, die die Nutzer für immer im

Netz hinterlassen. Über vollkommen

aus dem Ruder laufende Partys, weil

auf einmal 500 „Freunde“ vor Deiner

Tür stehen … Damit Du Dich in Zukunft

noch sicherer auf solchen Plattformen

bewegen kannst, haben wir ein paar

Tipps für Dich zusammengestellt, die

wir hier und in den folgenden Heften

präsentieren. In dieser Ausgabe geht

es um allgemeine Tipps zum sozialen

Netzwerken.

# Spitzname reicht

Jeder Account, den Du anlegst, egal ob

bei Facebook, Twitter oder Instagram,

erfordert das Anlegen eines Benutzer-

namens. Du musst dazu nicht zwingend

Vor- und Nachnamen angeben. Ein

Spitzname reicht. Deine Freunde werden

Dich darüber finden, Deine Lehrer oder

zukünftigen Arbeitgeber nicht. Auch die

anzugebene E-Mail-Adresse sollte deshalb

auf keinen Fall Deinen vollständigen Na-

men enthalten. Benutze aber bitte auch

nicht den Namen anderer Personen, denn

das ist strafbar.

Genauso wenig gehören private Daten

wie Deine Adresse, Dein Geburtstag oder

Deine Bankdaten ins Netz. Wenn diese

verlangt werden, geht es fast immer um

kostenpflichtige Angebote!

# Daten nicht verraten

Es ist wirklich schwer vorstellbar – aber

der engste Freund von heute ist es viel-

leicht morgen schon nicht mehr! Deshalb

Im nächsten Heft liest Du: Was tun

bei Cyber-Mobbing?

ganz wichtig: Gib niemandem, auch nicht

deinem allerbesten Buddy, Deine Zu-

gangsdaten preis. Damit stellst Du sicher,

dass keiner in Deinem Namen dummes

Zeug im Netz verbreitet!

# Privatsphäre achten

Du musst Deine Gedanken und Mei-

nungen nicht mit der ganzen Welt

teilen. Deshalb gibt es die „Privat-

sphären-Einstellungen“. Diese sind

beim ersten Einrichten oft auf

„öffentlich“ gestellt. Es ist ganz

wichtig, diese auf privat umzustellen.

Wie das bei den einzelnen Plattformen geht,

kannst Du in vielen Tutorials im Netz finden.

Wer das nicht macht, lädt möglicherweise zu

seiner nächsten Geburtstagsparty die ganze

Welt ein!

# Fair sein

Zur Privatsphäre gehört auch das Recht

anderer. Bilder oder Inhalte, die nur Dich

betreffen, kannst Du veröffentlichen.

Wenn Du aber zum Beispiel Partypics hoch-

lädst, auf denen andere Menschen sichtbar

sind, solltest Du Dich vorher vergewissern,

ob diesen Menschen das recht ist. Denn oft

werden sie dort von anderen markiert und

schon macht das Bild die Runde …

Das gleiche gilt für Inhalte, die von ande-

ren veröffentlicht werden und Dich zeigen

oder betreffen. Wenn Du solche Einträge

findest (einfach mal nach Deinem Namen

googlen!) und Dir die Veröffentlichung

nicht recht ist, bitte den Verantwortlichen,

den Beitrag zu löschen. Wenn sich jemand

weigert das zu tun, kannst Du die Funktion

„melden“ benutzen. Trau Dich ruhig!

# Freunde behutsamwählen

Im Netz sind neue Freunde nur einen

Klick entfernt. Im echten Leben dauert es

länger, bis man sich vertraut und Freund-

schaften schließt, die manchmal ein ganzes

Leben halten. Wenn Du also Freund-

schaftsanfragen von Personen im Netzwerk

bekommst, die Du nicht kennst oder von

Leuten, die Dir zwar bekannt sind, die Du

aber in Deiner Freizeit nicht treffen wür-

dest, lehne diese ab. Wer braucht schon

wirklich 300 Freunde?

Und solltest Du doch schon Freundschaften

mit Fremden geschlossen haben, die Du

nur aus dem Internet „kennst“, sei bei

einem ersten echten Treffen bitte ganz

besonders vorsichtig. Wähle einen öffentli-

chen Ort und nimm zur Vorsicht jemanden

mit. Sicher ist sicher!

# online = offline

Verhalte Dich einfach online genauso wie

offline. Ein Beispiel: hast Du schon mal ein

Plakat ins Fenster gehängt auf dem steht,

dass Du für zwei Wochen im Urlaub bist?

Nein? Am besten berichtest Du auch im

Netz nicht allzu freizügig darüber, wann

und für wie lange Du weg bist, denn das

bereitet Dieben wirklich sprichwörtlich

diebische Freude. Überhaupt … gib immer

nur das preis, was auch wirklich all Deine

virtuellen Freunde wissen sollten. Denn

auch hier gilt: Eine gesunde Portion Miss-

trauen schadet nicht!

# Quiz your web

Eigentlich fühlst Du Dich schon richtig fit

im Umgang mit dem Internet und Sozialen

Netzwerken? Dann möchten wir Dir eine

App empfehlen: Mit Quiz your web kannst

Du Dein Internet-Wissen in einem rasanten

Quiz-Duell gegen einen Zufallsgegner oder

einen echten Freund prüfen. Gibt´s

kostenlos im App Store und bei Google play

oder als Webversion unter

www.quizyourweb.de .