Previous Page  8 / 36 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 8 / 36 Next Page
Page Background

Service

Wie wohnt es sich im Quartier... Luxemburger Allee?

Ein eigenes Dorf im Grünen

Anwohner wissen die gute Nahversorgung und die Nähe

zur Natur zu schätzen

Eine neue Adresse ohne Umzug, ohne

Kisten zu packen und zu schleppen – das

haben Lieselotte und Klaus Triebel er-

lebt. Denn sie sind damals, 1972, in ein

von der SWB ganz neu errichtetes Haus

an der Friedrich-Freye-Straße gezogen.

„Die Straße sollte ursprünglich weiterge-

baut werden“, berichtet Lieselotte Trie-

bel und gestikuliert Richtung Norden.

Doch dieser Plan wurde nie in die Tat

umgesetzt; stattdessen entstand eine

ganz neue Straße, die Luxemburger Al-

lee, direkt vor der Haustür der Triebels.

Und das war erst der Anfang. Mit den

Jahrzehnten entwickelte sich das Viertel

immer weiter, aus dem Brachland vor

der Haustür der Familie Triebel wurde

die Saarner Kuppe. SWB gehören entlang

der Luxemburger Allee 255 Wohneinhei-

ten, rund die Hälfte davon ist senioren-

gerecht und barrierefrei ausgebaut.

„Es hat ja keiner geahnt, was sich dar-

aus entwickeln würde“, sagt Klaus Trie-

bel rückblickend. Denn als die Familie in

die Etagenwohnung einzog, blickte sie

von ihrem Balkon aus ins Grüne. Wiesen

und Felder erstreckten sich rund um das

Gebäude. „Für die Kinder war das na-

türlich toll“, sagt Lieselotte Triebel und

spricht da auch für ihre zwei eigenen.

Von der Schmiede, die direkt gegenüber

war, berichtet ihr Ehemann zudem und

von dem Pony, das dort immer stand. All

das ist inzwischen längst verschwunden.

1984 errichtete SWB weitere Häuser

nur ein Stück die Luxemburger Allee

hinauf. Verklinkerte Gebäude, wie sie

das Straßenbild der Saarner Kuppe

prägen, entstanden damals, die vor

allem Senioren als Zielgruppe hatten.

„So gut wie alle Gebäude haben einen

Aufzug“, nennt Frank Claus ein Merkmal

dessen, was heute als seniorengerecht

und barrierearm gilt. Frank Claus ist

Hausmeister im Quartier und dort bes-

tens bekannt. Beim Spaziergang durchs

Viertel wird er immer wieder begrüßt

und angesprochen. Er kennt die SWB-

Mieter mit Namen, weiß von Todesfällen

in der Familie, von Urlaub und er kennt

alle Wohnungen aus dem Effeff. Groß-

zügig geschnitten sind diese, erzählt

er, da führt eine Treppe zum Extraraum

unterm Dach, dort gibt es elektrische

Rollläden.

Bei Letzterem zeigt Frank Claus auf die

1994 errichteten Gebäude, die eben-

falls der typischen Optik auf der Kuppe

entsprechen. In einigen dieser Häuser

finden sich im Erdgeschoss Ladenlokale.

Ein Frisör ist dort etwa zu finden, ein

italienisches Restaurant, ein Nagelstu-

dio. Ringsum schließen sich Supermärkte

an, eine Apotheke, Arztpraxen. All das

ist ein Grund, warum die Triebels die

Saarner Kuppe „ein eigenes, kleines

Dorf“ nennen. Lieselotte Triebel meint

das absolut positiv: „Man hat alles direkt

vor der Haustür und kann die Geschäfte

fußläufig erreichen.“

Die gute Nahversorgung ist ein echter

Pluspunkt der Luxemburger Allee, weiß

Birol Yigit, der als SWB-Kundenbetreuer

für das Quartier verantwortlich ist. Als

weitere nennt er die Tiefgaragen, die

zu den Häusern gehören, und auch die

Bushaltestelle direkt vor der Haustür.

Besonders Senioren seien all diese

drei Punkte wichtig. Denn auch wenn

Hausmeister Frank Claus spürt, dass sich

das Viertel verjüngt, in die Wohnungen

immer mehr Jüngere einziehen, sind

laut Birol Yigit „80 bis 85% langjährige

und ältere Mieter“.

8