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Die Abkürzung BHKW steht für Block-

heizkraftwerk. Das hat medl im Quar-

tier errichtet, zudem hat der Mülheimer

Energieversorger die Versorgungsleitun-

gen verlegt. Das Besondere an einem

BHKW: In einem kombinierten Prinzip

der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

gewinnen diese Anlagen mechanische

Energie und Wärme und machen diese

gleichzeitig nutzbar. Die KWK reduziert

nicht nur den Bedarf an Brennstoff,

sondern erhöht auch die daraus gewon-

nene tatsächliche Energie. Ökologische

Nachhaltigkeit und Reduzierung von

CO

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sind da wichtige Stichpunkte, die

laut Geschäftsführer Ulf Lennermann

für die SWB bei der Entwicklung des

Bestands eine große Rolle spielen. Um-

weltschutz wird so wahrhaft zu Hause

erlebbar gemacht.

Das Heißener Beispiel zeigt zudem, dass

Energieeinsparung und Komfort sich

nicht ausschließen – ganz im Gegen-

teil. Vorher heizten SWB-Mieter dort

mit Strom. Nachtspeicherheizungen

standen in allen Räumen außer im

Bad, dort hing ein Wandkonverter.

Hatte man nicht, wie Karl-Ernst

Haakert, eine Zeitschaltuhr ange-

schlossen, stand man morgens frierend

am Waschbecken – oder musste die

Elektroheizung die ganze Nacht über

laufen lassen. „Außerdem musste man

immer das Wetter im Blick haben,

um den Nachtspeicher aufzuladen.

Im Frühling und im Winter war es oft

schwierig, das richtig zu planen“,

berichtet der Heißener aus der Praxis.

Nun drehen er und seine Nachbarn

einfach dann die Heizung auf, wenn es

ihnen in ihrer Wohnung zu kalt wird.

Auch der für Heißen zuständige Ver-

mieter, Uwe Nitsche, weiß aus vielen

Gesprächen: „Die Mieter wissen diesen

Komfort zu schätzen.“

Das Ergebnis kann sich also sehen

– oder besser – fühlen lassen. Auch

der Bauphase an sich können die

Mieter der noch fehlenden 68 Heiße-

ner Wohnungen entspannt entge-

gensehen. „Die Handwerker haben

bei uns angeklingelt und frühzeitig

Termine gemacht. Die Absprache hat

toll funktioniert“, erzählt Karl-Ernst

Haakert, der - bevor er in Rente ging -

selbst handwerklich tätig war. Bei ihm

war zuerst der Heizungs-, dann der

Fensterbauer im Einsatz. „Alle haben

unheimlich sauber gearbeitet“, betont

er und: „Alles tipptopp.“

Im Mai wird nun der letzte Bauab-

schnitt der energetischen Sanierung

starten. Modernisiert werden die

Gebäude mit geraden Hausnummern

an der Sarnsbank, die Häuser am

Wiescher Weg 55 bis 65 sowie an der

Geitlingstraße 1-3.

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Modernisierung