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Korwes, dennoch nennt sie ihr Mitei-

nander im Haus „gut“. Bereits jetzt

plant sie, im nächsten Sommer eine

Schale mit Sand oder Wasser in den

Garten zu stellen – für die junge Mutter

und ihr Kind, die über ihr eingezogen

sind. Ach, und die Frühlingszwiebeln

sind auch schon im Boden. Das nächste

Jahr wird also wieder bunt beginnen.

Die Initiative von Rita Korwes ist nicht

selbstverständlich, weiß Monika Nien-

haus, die als Kundenbetreuerin für das

Speldorfer Gebäude verantwortlich ist.

Doch kennt sie viele Beispiele für gutes

Miteinander unter Nachbarn. „Gerade

in gewachsenen Nachbarschaften gibt

es großen Gemeinschaftssinn“, berich-

tet sie. „Die Leute achten aufeinander

– und in solchen Quartieren wird auch

weniger eingebrochen.“ Jüngere Mie-

ter, hat Monika Nienhaus erlebt, wer-

den in solche Gemeinschaften oftmals

schnell integriert und auch „instruiert“

wie das Miteinander im Haus auszuse-

hen hat. Natürlich gebe es auch Mieter,

die die Anonymität bevorzugten, doch

das sei keine Frage des Alters – oder

der Nationalität.

Manchmal sind es schon Kleinigkeiten,

die den Unterschied machen: das

freundliche Wort im Treppenhaus oder

das Paket für den Nachbarn anzuneh-

men. Aus diesen Anfängen kann sich

mehr entwickeln, eben Hilfe unter

Nachbarn. Die reicht vom Blumengie-

ßen während der Urlaubszeit über das

Aufbewahren des Zweitschlüssels bis

zum Schneeräumen für den nicht mehr

ganz beweglichen Senioren. „Ich weiß,

ich kann bei den Nachbarn anklingeln,

wenn was ist“, sagt auch Rita Kor-

wes, an deren Tür es auch oft genug

schellt.

Die SWB fördert solches Miteinander

auf verschiedene Arten. So gibt es

in einer Reihe von SWB-Gebäuden

sogenannte „Begegnungsräume“, be-

richtet Dennis Böttcher als Leiter der

Abteilung Vermietung. „Darin können

Hausgemeinschaften beispielsweise

Feste veranstalten, nebenan ist oft

eine Küche.“ Die Idee dieser Begeg-

nungsräume ist nicht neu, doch lagen

sie eine Zeit lang brach. Nun aber mer-

ken die Kundenbetreuer, dass dieses

Angebot wieder stärker genutzt wird.

SWB hat darauf reagiert: Am frisch

rückgebauten Gebäude am Bottenbruch

wurden beispielsweise Atrien mit hoher

Aufenthaltsqualität geschaffen.

Und natürlich sind da die Nachbar-

schaftsfeste, die in den Sommermona-

ten in den Quartieren gefeiert werden.

Grill, Getränke, Bierzeltgarnituren

stellt die SWB, die gute Laune und den

Gesprächsstoff bringen die Nachbarn

mit. In diesem Spätsommer beteiligte

sich die SWB zudem erstmals an einem

internationalen Nachbarschaftsfest.

Mit diesem bunten Nachmittag an der

Gustavstraße nahm die Wohnungsge-

sellschaft am Projekt „24 x Mülheim“

des Centrums für bürgerschaftliches

Engagement (CBE) und des Mülheimer

Sportbunds (MSB) teil. Das ehrenamt-

liche Engagement in der Stadt für die

Stadt zu fördern, war Ziel des Pro-

jekts. Das SWB-Team nutzte das, um

im Rahmen eines Ehrenamtstages mit

Hilfe verschiedener Partner in Styrum

ein Spiel- und Bewegungsfest auf die

Beine zu stellen und Menschen, die im

Quartier rund um Augusta- und Gustav-

straße leben, in Bewegung zu bringen.

Von Darts bis Tischgolfen, von Korbball

bis Seilspringen, von Glücksrad bis

zum Dosenwerfen reichte das Angebot

der rund 20 ehrenamtlichen Helfer.

Höhepunkt des Nachmittags war wohl

das von SWB und Nachbarschaftsverein

organisierte Fußballturnier. Auf dem

in Zusammenarbeit zwischen bbwe,

Flüchtlingen und SWB für das Viertel

gebauten Bolzplatz gingen viele, oft

spontan gebildete Teams auf Torjagd

und ließen sich von ihren Fans anfeu-

ern. Auch abseits dieses Fests ist der

Bolzplatz an der Gustavstraße ein be-

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Nachbarschaft