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Außerdem sehen 15 Hausmeister nach

dem Rechten, die jeweils ein Quartier

betreuen. Sie sind die Augen und Ohren

vor Ort der Abteilung 6 – und vor allem

vertraute und zuverlässige Ansprech-

partner für die Mieter. Zwar haben alle

Hausmeister eigene Büros und feste

Sprechzeiten (siehe Grafik, S. 20),

doch erlebt es Oliver Ahrweiler immer

wieder, dass „die Mieter sie einfach auf

der Straße ansprechen und Probleme

oder Reparaturen mit ihnen bespre-

chen“. Das ist für den Abteilungsleiter

ein Beleg, dass die Hausmeister ange-

nommen werden und die Mieter diesen

„kurzen Dienstweg“ gerne nutzen.

„Das Konzept hat sich auf jeden Fall

bewährt.“

In der Abteilung 6 arbeiten noch weite-

re Fachleute. Eine Mitarbeiterin küm-

mert sich beispielsweise ausschließlich

um die Spielplätze der SWB. Sie schaut

nach dem Rechten, prüft Sauberkeit im

und um den Sandkasten und vor allem

auch die Sicherheit der Spielgeräte.

„Kleinere Reparaturen erledigt sie

selbst, für größere beauftragt sie eine

Firma“, fasst es Ahrweiler zusammen,

der den Spielplätzen der SWB aber

einen guten Zustand attestiert. „Wir

haben in den vergangenen zehn Jahren

viel investiert. Und das belegen auch

die laufend guten TÜV-Zertifizierungen

zum Sicherheitsstandard unserer Spiel-

plätze.“

Einzelmodernisierungen werden darü-

ber hinaus von einem Mitarbeiter der

Abteilung koordiniert, 90 bis 100 Stück

pro Jahr. Hinter diesem Fachbegriff

verbirgt sich ein seit Jahren von der

SWB verfolgtes Prinzip: Zieht ein Mie-

ter aus, wird die Zeit bis der nächste

Mieter einzieht genutzt, um die Woh-

nung zu modernisieren. Je nach Alter

und Zustand der jeweiligen Wohnung

werden da das Bad renoviert, Fenster,

Türen oder Heizung ausgetauscht. Wer

sich für den Standard dieser Wohnun-

gen interessiert, kann ja einmal auf

www.ersterzuhause.de

stöbern.

Doch nicht nur Wohnungen werden von

Mitarbeitern der Abteilung moderni-

siert, sondern auch ganze Gebäude.

Dafür ist ein vierköpfiges Architekten-

team, zu dem Teamleiter Christoph

Meskath gehört, zuständig. Am Anfang

steht die Bestandsanalyse des tech-

nischen Zustandes der SWB-Gebäude.

Darauf aufbauend wird eine Strategie

entwickelt, die in einer mehrjährigen

Planung im Hinblick auf die Investi-

tionen in den Bestand mündet. Die

Fachleute planen dann Instandhaltung,

Neubauten, Um- und Ausbauten sowie

regelmäßig die umfangreichen energe-

tischen Sanierungen und Großmoderni-

sierungen, um den Bestand der SWB an

die Anforderungen an modernes Woh-

nen anzupassen und um verschiedenen

Generationen gerecht zu werden.

Energetische Sanierungen und Großmo-

dernisierungen betrachtet Christoph

Meskath inzwischen als Routinepro-

gramm, der Neubau von Wohnungen,

in den SWB nach langen Jahren wieder

einsteigen wird, als neue Aufgabe

oder gern gesehene Kür. Der Abbau

von Barrieren ist ebenso Thema wie

energieeffizientes Wohnen. Bereits seit

einigen Jahren beschäftigt das Team

der energetische Umbau in Heißen und

die Modernisierung an der Frintroper

Service

Straße. Der Umbau des Wohnhochhau-

ses HBP 5 zum Technischen Rathaus,

die denkmalgerechte Sanierung des

Historischen Rathaus oder der Rückbau

am Bottenbruch wurden ebenfalls von

seinem Team geplant und umgesetzt.

Dabei reichen die vielfältigen Aufgaben

von der Planung über die Stellung des

Bauantrages bis hin zur Bauleitung vor

Ort.

Neben Bauleitern, Architekten, Haus-

meistern, spezialisierten Fachkräften

und dem Abteilungsleiter komplettieren

Verwaltungskräfte die 32 Mitarbeiter

starke Abteilung 6. Sie übernehmen

„außer der Reihe anfallende Aufgaben“.

So koordinieren sie etwa die Installa-

tion von rund 26.000 Rauchmeldern,

die in den vergangenen Jahren in SWB-

Wohnungen angebracht wurden; und sie

informieren die Mieter über die bei den

turnusmäßigen Messungen ermittelten

Legionellen-Werte. Beides sind aufgrund

von Gesetzesänderungen nötig gewor-

dene Aufgaben. „Das läuft hinter den

Kulissen. Die Damen sind für die Mieter

nicht so präsent wie andere Mitarbei-

ter“, räumt Oliver Ahrweiler ein. Wich-

tiger Teil des Teams sind sie dennoch.

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