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Nachbarschaft

Anwohnerin plante

Siedlungsfest

Dass auch ernste Themen in der Gemein-

schaft Spaß machen können, bewiesen

Nachbarn, die in der SWB-Siedlung an

der Elisabeth-Selbert-Straße zu Hause

sind. Auf Initiative von Anwohnerin An-

drea Herrschaft kamen sie Ende August

auf der dortigen großen SWB-Wiese

zusammen, plauderten bei gutem Essen,

lernten einander ein wenig besser ken-

nen und vor allem die Kinder erfuhren

spielerisch eine Menge über Umwelt-

schutz. Außerdem wurde an diesem Tag

ein „Fairteiler“ eingeweiht.

Die Umwelt liegt Andrea Herrschaft am

Herzen. Als Fair-Teilerin der Initiative

Foodsharing.de

wendet sie sich gegen

Lebensmittelverschwendung und stellt

anderen in Supermärkten übrig geblie-

bene, noch essbare Lebensmittel zur

Verfügung. So betreut sie den „Fairtei-

ler“, der in der SWB-Siedlung vor dem

Gebäude mit der Hausnummer 14 steht.

Dahinter verbirgt sich ein öffentlich

zugängliches Regal, in dem überschüssige

Lebensmittel eingestellt und bei Bedarf

entnommen werden können. Als goldene

Regel gibt das Team von

Foodsharing.de

vor, nur Lebensmittel zu teilen, die man

selbst noch essen würde. Das Mindest-

haltbarkeitsdatum kann dabei überschrit-

ten sein, nicht aber das Ablaufdatum.

Der Winkhauser Fairteiler erfreut sich

großer Beliebtheit. Obst, Gemüse, Brot

bleiben nie lange auf den Regalbrettern

liegen – das zeigen die Fotos, die Andrea

Herrschaft regelmäßig auf der Mülheimer

Seite auf

Foodsharing.de

veröffentlicht.

Auch das Siedlungsfest organisierte And-

rea Herrschaft federführend und machte

für Kleine wie für Große Programm. Dazu

gehören beispielsweise verschiedene

umweltpädagogische Angebote; Müll

trennen und Energie sparen wurden da

tatsächlich zu Kinderspielen. Doch auch

sonst gab es eine Menge zu erleben. Ma-

len und Toben konnten die Kleinen und

auf eine Torwand zielen. Sie war eines

der Spielgeräte, die Andrea Herrschaft

extra für das Fest gemietet hat.

Unterstützt wurde sie bei ihrem Enga-

gement von der SWB, die neben einem

Glücksrad auch Bierzeltgarnituren zur

Verfügung stellte und einen großen

Pavillon. In dem brachten die Nachbarn

das von ihnen selbst hergestellte Büfett

unter. Rund 20 Leute, berichtet Andrea

Herrschaft, unterstützten das Fest durch

Getränke- und Essensspenden. Und

einige tatkräftige Hände halfen am Ende

auch beim Abbau.

Viel Zeit und Engagement widmete

Andrea Herrschaft der Planung des Sied-

lungsfestes, warb unter anderem auch

bei lokalen Unternehmen um Spenden

für die Tombola. Alles in allem ist sie

mit dem Ergebnis zufrieden. „Einen

ersten Schritt“ nennt sie den gemein-

sam verbrachten Nachmittag, „um den

nachbarschaftlichen Gemeinschaftssinn

zu stärken“. Die Anwohner der Elisabeth-

Selbert-Straße hatten auf jeden Fall

ihren Spaß, berichtet sie: „Es haben

schon einige gefragt, ob ich nächstes

Jahr wieder ein Fest organisiere.“

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