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Unternehmen

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Möglichst lange im eigenen Zuhause

wohnen – das ist das Ziel der meisten

Menschen.

Um dies zu ermöglichen, stellt SWB

ihren Mietern eine große Anzahl seni-

orengerechter Wohnungen zur Verfü-

gung. Insgesamt zählen 1.056 alten-

und seniorengerechte Wohnungen zum

Bestand der Gesellschaft, von denen

die letztgenannten 397 Einheiten dem

barrierearmen, in einzelnen Fällen

sogar barrierefreien SWB-Standard ent-

sprechen. Doch leider reichen manch-

mal bauliche Veränderungen alleine

nicht aus. Dann sind weiterführende

Dienstleistungen gefordert. Daher hat

die Gesellschaft darüber hinaus zur Un-

terstützung ihrer Mieter bereits im Jahr

2007 einen Kooperationsvertrag mit der

Altenhilfe St. Engelbert abgeschlossen.

Dieser wurde nun – nach sieben Jahren

- überarbeitet, um noch passgenauer

auf die Wünsche und Bedürfnisse der

Mieter eingehen zu können. Gemein-

sam wollen die Partner helfen, bis

ins hohe Alter selbstbestimmt in den

eigenen vier Wänden leben zu können.

Ein wichtiger Schritt dazu, weiß Chris-

tian Westermann von St. Engelbert, ist

meist, die kleinen Hürden des Alltags

zu nehmen. Welche das sind, erklärt er

im Interview.

Altenhilfe St. Engelbert und SWB kooperieren

Damit SWB-Mieter möglichst lange

im eigenen Zuhause bleiben können

Herr Westermann, Sie als Fachmann

wissen, welche Herausforderungen

sich vor allem für Senioren alltäglich

immer wieder stellen. Können Sie

einige nennen?

Ein Hauptproblem ist die Vielzahl von

Singlehaushalten – nicht nur, aber vor

allem bei alten Menschen. Sie leben

alleine und sind auf sich gestellt, denn

oft wohnen auch Verwandte weiter

weg. Drohende Vereinsamung ist da

natürlich ein Problem. Des Weite-

ren kann auch die Bewältigung von

Aufgaben im Haushalt zum Beispiel bei

eingeschränkter Mobilität sehr schwie-

rig werden.

Es geht also nicht unbedingt um

Pflege, sondern vor allem um ganz

lebenspraktische Hilfe?

Der Schwerpunkt der Kooperation liegt

auf haushaltsnahen und unterstützen-

den Dienstleistungen. Wir bieten zum

Beispiel Hilfe bei der Wohnungsreini-

gung, beim Reinigen des Bads, beim

Fensterputzen, beim Bettenbeziehen

oder bei der Treppenhausreinigung an.

Jeder bekommt von uns die individu-

ell auf ihn zugeschnittene Hilfe, die

er braucht. Das gilt auch bei unserem

Begleitservice: Dabei begleitet ein

sogenannter „Haushaltsengel“ einen

Mieter zum Arzttermin oder zu Be-

hördengängen. Falls gewünscht oder

erforderlich, organisieren wir auch

Fahrdienste. Für beide Angebote haben

wir im Kooperationsvertrag besondere

Tarife festgelegt, die wir SWB-Mietern

garantieren. Sie liegen unter unserem

normalen Stundenlohn: Für die haus-

wirtschaftlichen Hilfen sind das 19 €

pro Stunde, für die unterstützenden

Dienstleistungen 12 € pro Stunde.

Welche Vorteile ergeben sich daraus,

einen Pflegedienst wie engelbertus

mobil mit diesen Aufgaben zu betreu-

en?

Unsere Mitarbeiter sind Fachkräfte und

haben, auch wenn sie zur Reinigung

in die Wohnung kommen, ein Auge auf

die Kunden und können Situationen

besser einschätzen und erkennen,

wenn weiterführende Hilfen nötig sind.

Außerdem werden unsere Hilfen ab

der Pflegestufe 1 von der Pflegekasse

unterstützt. Wir bieten auch einen

Beratungsservice an, um etwa beim

Umgang mit der Pflegekasse oder dem

Medizinischen Dienst zu unterstützen.

Es gilt bei unserer Tätigkeit aber stets:

ambulant vor stationär. Ziel ist immer,

dass Menschen so lange wie möglich zu

Hause wohnen bleiben können.

Teil des Kooperationsvertrages ist

auch die kurzfristige Unterstützung

im Krankheitsfall. Können Sie das

näher erläutern?

Damit richten wir uns ausdrücklich

an alle SWB-Mieter, denn – wie ge-

sagt – die Zahl der Singlehaushalte

steigt. Alleine zu leben, kann auch für

jüngere Menschen problematisch sein,

wenn sich jemand beispielsweise die

Schulter gebrochen hat und nicht mehr

so beweglich ist. Unsere Gemeinde-

schwester führt in diesem Fall in der