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Sturm Ela

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Der reduzierte Baumbestand wird

natürlich wieder aufgeforstet. „Wir

werden 15 % der beschädigten Bäume

nachpflanzen“, sagt Gerhard Bring. Man

habe sich für „siedlungsgerechte Bäu-

me“ entschieden: für Weiß- und Rot-

dorn, beispielsweise, für Blutpflaume,

Zierapfel, Winterlinde, Walnuss sowie

Goldulme und Eiche in Säulenform.

Mieter oder Hausgemeinschaften,

denen seit Ela Grün im Quartier fehlt

und die helfen möchten, wieder Bäume

in ihrem Quartier wachsen zu lassen,

können eine Baumpatenschaft über-

nehmen. Dabei spenden sie nicht für

irgendeine Nachpflanzung irgendwo in

Mülheim, sondern – das garantiert SWB

– gezielt für einen Baum, der in ihrer

Nachbarschaft Schatten spenden wird.

Die Kosten für einen Baum liegen, je

nach Art, zwischen 130 und 200 €.

Gepflanzt werden sollen die Bäume mit

einem Stammumfang von 16 bis 18 cm

(Standard für Neupflanzungen) ab Früh-

jahr 2015. Die Anlieferung, Pflanzung

und die weitere Pflege wird natürlich

das Team von SWB übernehmen.

Wer Interesse hat, Baumpate zu

werden, kann sich an das Marketing

bei SWB wenden: Christina Heine, Tel.

45002 – 145 oder Andreas Jenk, Tel.

45002 – 226. Weiterführende Informa-

tionen dazu finden Sie auch im Flyer

„Lassen Sie Ihr Quartier wieder auf-

blühen!“, der diesem Mietermagazin

beiliegt.

Baumpaten gesucht

wurden, dass sie mittelfristig zum Tod

verurteilt sind.“ Das sind laut Gehard

Bring 691 SWB-Bäume, die noch be-

seitigt werden müssen. Das entspricht

insgesamt 14,98 % des Baumbestandes.

„Diese Fällungen“, sagt der Gärtner-

meister, „werden sich noch über die

kommenden zwei Jahre hinziehen.“

Weitere 677 Bäume weisen Astbrüche

auf, welche aber durch Beschnitt er-

halten werden können.

Darüber hinaus muss die tägliche Arbeit

der SWB-Garten- und Landschaftsbauer

ja auch erledigt werden. Während der

akuten Aufräumarbeiten nach Ela blieb

da notgedrungen einiges liegen. Hinzu

kam ein heißer, feuchter Sommer, der

das Grün prächtig wachsen ließ. Da

streikten nach sechs Wochen, in denen

Grünflächen nicht gemäht wurden, gar

die Rasenmäher. „Unsere Außenanlagen

haben momentan nicht den Standard,

den man sonst von uns gewöhnt ist

und der uns wichtig ist. Aber wir sind

dabei“, verspricht Andreas Glahn und

verweist auf rund 4.000 Arbeitsstun-

den, die für seine Abteilung bis Ende

September nach Ela anfielen.

Doch Ela brachte auch positive Er-

kenntnisse: Der Gemeinschaftssinn,

den viele SWB-Mieter bewiesen, be-

eindruckte Andreas Glahn sehr. An der

Filchnerstraße etwa griffen Nachbarn

zur Gartenschere und schnitten ihre

Eingänge frei. „Unsere Mieter haben

unseren Mitarbeitern Kaffee gebracht,

sie mit Kuchen verpflegt. Es war eine

große Hilfsbereitschaft und Solidarität

zu spüren. Dafür sagen wir ein herz-

liches Dankeschön“, sagt der Abtei-

lungsleiter und bittet zugleich noch

um etwas Geduld. Noch immer liegt

„Stammholz“ in Gärten und Grünanla-

gen. Das Team des Servicebetriebs tut

sein Möglichstes, kann aber nicht alle

Arbeiten gleichzeitig erledigen.