Mein Zuhause 07/2018

Herr Timmerkamp, warum die Dreifach- spitze bei der SWB? Timmerkamp: Das hat rein pragmatische Hintergründe. Zum einen handeln wir konsequent nach dem Vieraugenprin- zip, was durch diese Konstellation stets gewährleistet ist. Zugleich ermöglicht uns die fachspezifische Aufteilung, den stetig wachsenden Herausforderungen, denen wir uns mit wirtschaftlicher An- gemessenheit, technischem Know-how, sozialer Kompetenz und zukunftsori- entierten Geschäftsmodellen stellen, langfristig gerecht zu werden. Auch die Altersstruktur ist bewusst gewählt, wir stellen somit langfristig die vielschich- tige, aber konsequente Weiterentwick- lung der SWB sicher. Wie ist die SWB aktuell wirtschaftlich auf- gestellt? Timmerkamp: Wir haben seit vielen Jah- ren unsere Hausaufgaben gemacht, mit der Folge, dass wir eine erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung feststellen können. Wir wissen aber auch, dass wir uns darauf nicht ausruhen dür- fen, sondern uns aus der wirtschaftli- chen Stärke heraus weiterentwickeln müssen. Die veränderte Situation auf dem Wohnungsmarkt, die niedrigen Zinsen auf dem Kapitalmarkt und die seit mehreren Jahren attraktiven Förderprogramme des Landes Nord- rhein-Westfalen ermuntern uns, die Bestände konsequent zu entwickeln, und zwar zu langfristig bezahlbaren Mieten. Diese Unternehmenspolitik verfolgen wir in enger Abstimmung mit unseren Gesellschaftern und dem Aufsichtsrat. Herr Ahrweiler, bis 2022 soll eine Rekord- summe von 150 Mio. € investiert werden. Welche Maßnahmen und Projekte stehen dabei im Fokus? Ahrweiler: Unser Investitionsprogramm teilt sich dem Grund nach in drei Kate- gorien ein. Ein Drittel wird für die Be- standserhaltung ausgegeben, ein etwas kleinerer Anteil in die energetische Sa- nierung investiert, und der größte Be- trag ist für Rückbau- und Neubaumaß- nahmen vorgesehen. Neubau ist bei der SWB wieder ein Thema. Welchen Stellenwert hat er? Ahrweiler: Ein Großteil unserer Bestän- de stammt aus den 1950er und 1960er Jahren. Obwohl wir bereits zahlreiche 4 Objekte aus dieser Zeit umfassend mo- dernisiert haben, stoßen wir bei eini- gen Gebäuden an die technischen und wirtschaftlichen Grenzen – hinsichtlich eines geringen Energieverbrauchs, zeit- gemäßer Grundrisse und insbesonde- re barrierearmer Erschließungen der Gebäude und Wohnungen. Bei diesen Projekten haben alternative Hand- lungsstrategien gezeigt, dass der Rück- bau der alten Gebäude und ein an- schließender Neubau sowohl für die künftigen Mieter als auch für die SWB wirtschaftlicher ist. Zudem werden so für alle Generationen passgenaue und bezahlbare Wohnformen möglich. Wir beabsichtigen, in den kommenden drei Jahren insgesamt 219 Wohneinheiten neu zu errichten, das ist für unser Un- ternehmen schon eine Herausforde- rung. Titelstory

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