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Herrschafts-Zeiten!

Jugendlich, schlank, dynamisch – und streitbar für jeden guten Zweck: Das ist

Andrea M. Herrschaft, die wir für ein Interview gewinnen konnten. Beim Tee

in ihrem hellen, freundlichen Wohnzimmer erfahren wir, was die Dolmetsche-

rin und Übersetzerin für Deutsch und Italienisch zum Leben in der Elisabeth-

Selbert-Straße zu sagen hat. Und dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Sonst

bringt’s ja nichts.

Ihre Wurzeln stecken in diesem Quartier, denn hier ist sie groß geworden. Danach

zog es sie erst mal in andere Orte und Länder; mit Unterbrechungen etwa zehn

Jahre war sie z.B. in Italien zu Hause. Zurück kam sie 2014, um in der Nähe ihrer

Mutter zu sein, die sie lächelnd als Vizehausmeisterin beschreibt: Inzwischen 80

Jahre alt, gehört die Seniorin im Viertel zu den „Mietältesten“ und wird nach wie

vor regelmäßig um Rat und Hilfe gebeten. Die sie immer gerne gewährt – ob es

um einen Einkauf geht oder einfach „nur“ eine Auskunft.

Ist Engagementbereitschaft erblich?

So scheint es jedenfalls, wenn man sich anschaut, was Frau Herrschaft jun. im

Viertel bereits auf die Beine gestellt hat. Zwei Kinder und Kater Ferrari, berufstätig

und selbstständig: Zu tun hätte sie damit eigentlich genug. Aber „es ist doch klar“,

findet sie, dass man versucht, Dinge zum Guten zu verändern, mehr Miteinander

auf den Weg zu bringen, die Natur zu schützen. Deshalb hat sie u.a. selbst ein

Mieterfest organisiert und vor ihrer Haustür einen Fair-Teiler gegen Lebensmittel-

verschwendung eingerichtet (s. Mein Zuhause 12/2015).

Es bleibt viel zu tun

Daran lässt unsere Interviewpartnerin keinen Zweifel. Und meint damit nicht die

SWB. „Vielen ist gar nicht klar, dass wir in einem kleinen Paradies leben. Zentral,

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