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Junge Leser

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Hilfe gegen

Cybermobbing:

anonym und kostenlos

Du möchtest dich lieber keinem Erwachsenen

anvertrauen, den du kennst? Die Nummer

gegen Kummer ist unter 116111 von Montag

bis Samstag von 14 bis 20 Uhr für dich da!

Hier helfen dir Profis anonym und kostenlos.

Ebenfalls kostenlos ist die App „Cybermob-

bing“, die dir Hilfe und Beratung bietet.

Lästereien, Lügen und Erniedrigungen posten, Geheimnisse ausplaudern, gemeine

Fotos oder peinliche Videos teilen: Solche fiesen Angriffe über soziale Netzwerke

und Kommunikationsdienste wie Instagram, WhatsApp oder Snapchat nennt man

Cybermobbing. Das betrifft auch Kinder und Jugendliche: Zwischen 15 und 30

Prozent sind laut einer Studie der Landeszentrale für Medien und Kommunikation

(LMK) Rheinland-Pfalz betroffen.

#Wie schütze ich mich?

• Gib deine Handynummer nur an echte Freunde weiter. So vermeidest du beleidi-

gende Nachrichten oder Telefonterror.

• Das Gleiche gilt für deine E-Mail-Adresse. Darüber hinaus solltest du niemals

dein Passwort verraten. Auch nicht dem besten Freund oder der besten

Freundin. Mit beiden Vorsichtsmaßnahmen stellst du sicher, dass du keine

fiesen E-Mails empfängst, aber auch niemand welche in deinem Namen verbreitet.

• Benutze – soweit es geht – einen Spitznamen und verrate deine Identität nur

echten Freunden, mit denen du auch wirklich chatten willst. Wenn dein echter

Name nicht bekannt ist, kann er auch nicht missbraucht werden! Zusätzlich solltest

du in sozialen Netzwerken beim Einrichten deines Accounts unbedingt die

angebotenen Sicherheitsregeln beachten. Du selbst kannst bestimmen, wie

„öffentlich“ du dich machst. Die Sicherheitseinstellungen lassen sich auch

später noch anpassen.

• Stelle Videos, Fotos und Nachrichten nicht unüberlegt ins Netz! Einmal im

Internet, können diese Inhalte gesehen, gespeichert, verändert und weiter

verbreitet werden, ohne dass du dann darauf noch Einfluss nehmen oder es gar

verhindern kannst. Peinliche und anzügliche Inhalte solltest du gar nicht erst

online stellen.

#Wer oder was hilft?

• Lass dich nicht provozieren! Solltest du doch einmal Empfänger von Cyber-

Gemeinheiten werden, reagiere auf keinen Fall darauf. Das spornt die Täter nur

zusätzlich an.

• Wende dich unbedingt an eine „professionelle“ Vertrauensperson: das

kann der Klassenlehrer sein, der Vertrauenslehrer oder der Schulsozialarbeiter.

Dieser unterliegt übrigens der Schweigepflicht, sodass du ihm wirklich alles

anvertrauen kannst. Auch wenn es dir in diesem Moment peinlich ist: Oft lassen

sich böswillige Verfolgungen nur durch das professionelle Einschreiten von

Pädagogen stoppen. Die eigenen Eltern darfst du natürlich einweihen – für eine

schnelle Konfliktlösung sind sie meist aber nicht die Richtigen.

• Lösche die Beleidigungen nicht, sondern speichere sie, drucke sie aus

oder mache Screenshots, damit du im Falle eines Falles Beweise hast.

Wer nämlich wegen Cybermobbings die Polizei einschalten will, sollte

vorher alles sammeln – auch wenn die Inhalte noch so peinlich sind

und du sie am liebsten löschen würdest. Denke daran, mit Cyber-

mobbing verletzen Täter Gesetze!

• Oft trifft Cybermobbing Kinder und Jugendliche, die neu in eine Klasse

kommen oder sowieso schon als Außenseiter gelten. Wenn du mit-

bekommst, dass in deiner Klasse oder in deinem Umfeld jemand ge

mobbt wird, ergreife online Partei für ihn, gehe persönlich auf ihn oder

sie zu und biete ihm oder ihr an, professionelle Unterstützung in An-

spruch zu nehmen (s. o.).

Cybermobbing:

Stress auf Snapchat, WhatsApp und Co.