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Die Perle des Westufers

Die Stadthalle Mülheim ist wahrlich

ein Schmuckstück, und sie zählt zu den

bedeutendsten Sehenswürdigkeiten

der Stadt. Überregional bekannt ist

das fast 100 Jahre alte Bauwerk unter

anderem für das alljährliche Theater-

festival

„Mülheimer

Theatertage

NRW“.

Ein Stück Venedig an der Ruhr

Freunde neoklassischer Architektur

können sich an der Stadthalle kaum

sattsehen. In den 1920er-Jahren von

den renommierten Architekten Arthur

Pfeifer und Dr. Hans Großmann ent-

worfen, verzückt sie auch heute noch

mit ihrer historischen Sandsteinfassa-

de, die trotz schwerer Luftangriffe 1943

sowie mehrerer Umbauarbeiten im und

am Gebäude nahezu erhalten geblie-

ben ist. Die großzügigen Arkadengän-

ge, fein gearbeitete Säulen, Bögen und

Rundfenster: Das Bauwerk versprüht

auch heute noch den Charme des

Historismus – und brachte der Stadt

Mülheim im Zusammenspiel mit der

Schlossbrücke, dem Rathaus sowie

dem einstigen Stadtbad am gegen-

überliegenden Ruhrufer den schmei-

chelnden Beinamen „Venedig an der

Ruhr“ ein.

Service

... mal modernes Kongress- und

Eventzentrum

Nach den Wiederaufbauarbeiten in

den 1950er-Jahren sowie Sanierungs-

und Umbaumaßnahmen Anfang des

neuen Jahrtausends verfügt die Stadt-

halle heute über verschiedene Räum-

lichkeiten für Events, Konferenzen,

Tagungen und Empfänge. Hierzu ge-

hören eine moderne Konferenz-

Lounge, das elegante Ruhrfoyer, der

restaurierte Theatersaal, der flexibel

nutzbare Festsaal für bis zu 600 Gäs-

te sowie der Kammermusiksaal im Stil

der 50er-Jahre. Der frühere „Ehrenhof“

unter dem Foyer beherbergt heute

das Restaurant Caruso. Sie sehen: Die

Stadthalle Mülheim bietet viele gute

Gelegenheiten für einen Besuch.

Mal Grand Dame mit Künstlerseele ...

Herzstück des zweigeschossigen Bau-

werks ist seit jeher der von Innenarchi-

tekt Prof. Emil Fahrenkamp gestaltete

Theatersaal, der über beide Stockwerke

reicht und heute knapp 1.100 Zuschau-

ern in Parkett und Logen Platz bietet.

Die 420 m

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große Bühne verfügt über

einen Orchestergraben sowie moderns-

te Licht- und Tontechnik. Diese findet

nicht nur bei Theaterstücken Anwen-

dung, sondern garantiert auch Rednern,

Künstlern oder Musikern die ungeteilte

Aufmerksamkeit des Publikums. Mit

Blattgold verzierte Logen, weinroter

Plüsch, bordeauxfarbene Ledersitze

oder die dunkle Holzvertäfelung: Das

mondäne Flair der Weimarer Zeit hat

es stilsicher ins Hier und Jetzt geschafft.

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