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an der Oberheidstraße zu Hause fühl-

ten, dies anders sehen. „Wir haben

in diesen Gebäuden auch langjährige

Mieter“, sagt Dennis Böttcher, der die

Abteilung Vermietung leitet. „Deshalb

haben wir nicht einfach Kündigungen

ausgesprochen, sondern begleiten

die Menschen bei ihrem Auszug.“

Zu dieser Begleitung gehörte eine

Informationsveranstaltung, zudem

wurde ein Beratungsbüro eingerich-

tet, um bei der Wohnungssuche zu

unterstützen. „Die meisten wollten

in Dümpten bleiben“, weiß Vermieter

Holger Bahr. „20 Haushalte konnten

wir im eigenen Bestand versorgen.“

Auch den Umzug, der für viele erst

in der zweiten Jahreshälfte ansteht,

organisiert die SWB, kontaktiert

Umzugsunternehmen und unterstützt

beim Kontakt zu Ämtern. Dies gehört

für SWB-Geschäftsführer Ulf Len-

nermann zum Selbstverständnis der

Gesellschaft und ihrer Mitarbeiter:

„Wir sind uns der Verantwortung für

unsere Mieter bewusst und begleiten

sie.“

Zudem gab Ulf Lennermann für das

erste Neubauprojekt seit Langem

ein klares Ziel vor: „Zusammen mit

den vorhandenen 55, überwiegend

preisgebundenen, seniorengerechten

Wohnungen auf der anderen Straßen-

seite wollen wir ein vitales, vielfälti-

ges und sozial stabiles Wohnquartier

entwickeln.“ Menschen verschiedener

Generationen sollen dort ein Zuhause

in auf ihre jeweiligen Bedürfnisse ab-

gestimmten Wohnungen finden. Des-

halb beteiligten sich diverse Abtei-

lungen an der Projektplanung; neben

den hauseigenen Architekten waren

Vermieter sowie für die Bestandspfle-

ge und Finanzierung verantwortliche

Mitarbeiter beteiligt. Ihre verschiede-

nen Sichtweisen, Erfahrungen und ihr

Fachwissen vereinten sie und gerade

diese Teamarbeit empfand Christo-

pherus Meskath als sehr fruchtbar.

„Es war ein Prozess, der gutgetan und

den eigenen Blick erweitert hat.“

Modernisierung

Das Fazit dieser Teamarbeit ist ein

Gebäude, das einen großen Woh-

nungsmix anbietet. Familienwohnun-

gen mit eigenem Garten, die durch

eigene Eingangstüren den Charakter

eines Einfamilienhauses haben,

verbergen sich hinter der Fassade

ebenso wie Wohnungen mit Maiso-

nette-Charakter über zwei Etagen,

Wohnungen mit zweieinhalb Zimmern

und drei Loft-Wohnungen. Zwischen

60 und 90 m² stehen dort in den

unterschiedlichsten Wohnformen zur

Wahl, die verschiedene Zielgruppen

unter einem Dach zusammenbringen.

Der Großteil der Wohnungen ist zu-

dem barrierefrei. Wer keinen eigenen

Garten hat, findet einen sonnigen

Balkon vor. Mieter, die sich noch wäh-

rend der Bauzeit für eine Wohnung

entscheiden, können zudem über den

Zuschnitt entscheiden: Sie können

wählen, ob sie eine offene Wohn-

Küche haben möchten oder ob die Kü-

che doch lieber ein abgeschlossener

Raum werden soll. Aus der sozialen

Orientierung der SWB heraus, werden

die Mietwohnungen mit öffentlichen

Wohnungsbauförderungsmitteln im

Rahmen der mittelbaren Förderung

erstellt.

Diese Mehrfamilienhäuser werden um

zehn Kauf-Einfamilienhäuser ergänzt.

„Wenn man das Quartier nachhaltig

entwickeln möchte, macht es Sinn,

das Hinterland mit zu betrachten“,

sagt Christopherus Meskath und meint

das Grundstück an der Schaaphaus-

straße, auf dem die SWB drei Reihen-

hausblöcke als Bauträger errichten

und verkaufen wird. Erschwingliches

Eigentum für junge Familien soll es

werden, das energieeffizient ist und

durch Nahwärme versorgt wird. Rund

140 m² werden die Einfamilienhäuser

umfassen, dazu Gärten mit südöstli-

cher Ausrichtung und unterschiedli-

chen Grundstücksgrößen. Sie kos-

ten, je nach Grundstücksgröße und

Haustyp, um die 300.000 €.

Der Baubeginn ist für den Herbst

2016 vorgesehen. Ende 2017 sollen

die Objekte bezugsfertig sein. Der

Vertriebsstart für die Eigenheime ist

für Ende 2016 geplant.

All das sind für die Verantwortlichen

der SWB Bausteine, um das Quartier

für verschiedene Generationen zu

einem lebenswerten Wohnumfeld zu

machen, das sich nachhaltig durch

soziale Stabilität, eine durchmischte

Struktur, preisgünstige Mieten und

ökologische Nachhaltigkeit auszeich-

net. Außerdem wird Mülheim als

attraktiver Wohnstandort weiterhin

gestärkt.