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Modernisierung, Sanierung, Um- und

Ausbau – die SWB investiert stetig

in ihren Bestand und ging dabei in

den vergangenen Jahren auch neue

Wege, wie etwa am Bottenbruch,

wo ein achtgeschossiges Hochhaus

auf vier Etagen zurückgebaut wurde.

Nun plant die SWB an anderer Stelle

in Dümpten den kompletten Neuan-

fang: Erstmals seit 15 Jahren plant

die Gesellschaft Neubauten mit dem

Ziel, das Quartier rund um Oberheid-

und Schaaphausstraße nachhaltig zu

entwickeln.

Im Modell sind sie schon gebaut: zwei

Mehrfamilienhäuser an der Oberheid-

straße und zehn Einfamilienhäuser an

der Schaaphausstraße. Anschaulich

zeigt die Miniaturausgabe, wie es

werden soll und was Susanne Schulz

aus dem Team Architektur- und Inge-

nieurleistungen meint, wenn sie sagt:

„Die Kreuzung kann die Gebäude ver-

tragen.“ Denn die Mehrfamilienhäuser

an der Oberheidstraße mit ihren fünf

Etagen passen sich an die nebenlie-

genden Gebäude mit insgesamt 55

Wohnungen, die ebenfalls der SWB

gehören, an und in das Quartier ein.

Zugleich bieten sie innen Wohnungen

in unterschiedlichen Zuschnitten, um

verschiedenen Zielgruppen wie jun-

gen Menschen, Familien und Senioren

gerecht zu werden.

Das ist bei der derzeitigen Bebauung

nicht der Fall. Die Gebäude wurden

um 1960 errichtet und sind in die

Jahre gekommen. Wie andere Im-

mobilien aus dieser Zeit waren auch

die Dümptener für eine energetische

Sanierung vorgesehen, jedoch zeigte

sich bei der Projektentwicklung, dass

dort mehr zu tun war als gedacht.

„Eine energetische Sanierung hat sich

wirtschaftlich nicht darstellen las-

sen“, fasst es Christopherus Meskath,

der das Team Architektur- und Inge-

nieurleistungen leitet, zusammen.

Hinsichtlich Haustechnik, Energieeffi-

zienz, Barrierefreiheit und Wohnkom-

fort haben die Gebäude ganz erheb-

liche Defizite aufzuweisen. So waren

beispielsweise die Zuschnitte der

Wohnungen nicht mehr zeitgemäß.

„Gefangene Räume“ nennt Vermieter

Holger Bahr als Beispiel und meint

damit Räume, die nur durch andere

erreichbar sind, wenn es etwa ins Ba-

dezimmer nur durch ein Schlafzimmer

geht. Dafür Mieter zu finden, sei nicht

einfach. Also entschied sich die SWB

erstmals seit anderthalb Jahrzehnten,

Objekte komplett niederzulegen und

eine zukunftsfähige, nachhaltige und

quartiersstärkende Neubauprojektie-

rung umzusetzen.

Das ist die nüchterne Betrachungs-

weise. Doch die Verantwortlichen der

SWB wissen, dass Menschen, die sich

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Modernisierung

Erstmals seit 15 Jahren plant die SWB Neubauten, um ein

Quartier nachhaltig zu entwickeln

Generationengerechte

Quartiersentwicklung in Dümpten