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Teilnehmer ist die SWB bereits seit

Jahren, nun war sie erstmals Gastge-

ber: Die fünfte WIR-Akademie fand

an drei Terminen in der Zeit von Mitte

Februar bis Ende April in den Räumen

des Mülheimer Wohnungsunternehmens

statt. Zwölf Nachwuchskräfte von

unterschiedlichen Mitgliedsunterneh-

men des WIR-Verbundes beschäftigten

sich in drei Gruppen mit dem Thema

„Personalentwicklung in Zeiten des de-

mografischen Wandels“ und entwickel-

ten während dieser Zeit in Einzel- und

Gruppenphasen eigene Projekte.

„WIR – Wohnen im Revier e.V.“ ist ein

Zusammenschluss von 13 kommunalen

Wohnungsunternehmen. Ihre WIR-Aka-

demie ist ein Baustein zur Nachwuchs-

förderung. „Es geht dabei nicht nur

um die Entwicklung einer Idee nebst

entsprechender Präsentation, sondern

insbesondere auch um die Persönlich-

keitsentwicklung der Teilnehmer, um

das Kennenlernen und Verbessern von

Präsentationstechniken sowie um Netz-

werkbildung untereinander“, erläutert

Dorothee Lange, zuständig für das Per-

sonalmanagement bei der SWB, die die

WIR-Akademie für die SWB plante und

das Rahmenprogramm organisierte.

Zudem wurden die jungen Mitarbeiter

an ein für sie wohl weitgehend unbe-

kanntes Thema herangeführt. Auch

Pascal Pfarr, der gemeinsam mit Olivia

Schotte für die SWB teilnahm, muss

einräumen: „Mit Personalentwicklung

in Zeiten des demografischen Wandels

hatte ich mich noch gar nicht befasst.

Aber am Anfang stand ein sehr infor-

mativer Vortrag, der uns in das Thema

eingeführt hat.“

WIR-Akademie erstmals

bei SWB zu Gast

Diese Informationen waren Grundlage

für ein gemeinsames Brainstorming, in

dessen Anschluss drei Gruppen gebil-

det wurden. Pascal Pfarr, der sonst

im Rechnungswesen beschäftigt ist,

gehörte zum Team, das ein „Risikofrüh-

warnsystem“ entwickelte. Dessen

Ziel war „anstehende personelle

Veränderungen frühzeitig zu erkennen

und diesen rechtzeitig entgegenzu-

wirken“. Olivia Schotte, die sonst bei

SWB für Bestandspflege zuständig ist,

und ihre Teamkollegen erdachten ein

„WIRBook“. Ähnlich wie Facebook soll

dieses Online-Portal die „Vernetzung

und den Austausch der WIR-Mitarbeiter

erleichtern“. Das dritte Projekt nahm

die „Willkommenskultur im Unter-

nehmen“ in den Blick und erdachte

ein Paten- und Mentoren-System, um

neuen Arbeitnehmern den Einstieg zu

erleichtern. Dieses Konzept und „seine

gute Realisierungsmöglichkeit mit

kleinen Mitteln“ überzeugte die Fach-

jury am Ende am meisten. Allerdings,

betont Dorothee Lange, musste sich

das „Risikofrühwarnsystem“ nur knapp

geschlagen geben: „Dabei spielten nur

Nuancen eine Rolle. Die Entscheidung

ist der Jury sehr schwer gefallen und

hat einige Zeit in Anspruch genom-

men.“ Doch die Projekte sollen laut

Dorothee Lange bei SWB nicht im Sande

verlaufen: „Der Geschäftsleitung ist es

ein großes Anliegen, Ansätze der erar-

beiteten Konzepte, die noch nicht bei

der SWB integriert sind, gemeinsam mit

den beiden Absolventen, Frau Schotte

und Herrn Pfarr, sowie der Personalab-

teilung auf Umsetzbarkeit in unserem

Hause zu prüfen.“

Pascal Pfarr hat jedenfalls in diesen

zweieinhalb Monaten eine Menge ge-

lernt. Neben den „Präsentationstechni-

ken“ nennt er vor allem die „Einblicke

in einen neuen Bereich“. Zudem haben

die Teilnehmer laut Olivia Schotte

Kontakte geknüpft, die auch in Zukunft

gepflegt werden sollen: „Wir wollen ein

Netzwerk aufbauen und uns weiterhin

regelmäßig treffen.“

Nachwuchskräfte beschäftigten sich mit Personalentwicklung

und demografischem Wandel

Wohnungswirtschaft

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