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von Pilzen fernhalten. Doch auch da

gilt: Der Hund muss schon eine gewisse

Menge gefressen haben, um eine Vergif-

tung zu bekommen.

In unseren Anlagen habe ich bisher

weder einen Knollenblätterpilz, der

ab einer Menge von sechs Milligramm

Vergiftungserscheinungen hervorrufen

kann, noch einen der Rauhköpfe gese-

hen, welche als tödlich-giftig eingestuft

werden. Anders verhält es sich mit dem

Fliegenpilz: Der kommt auch bei uns

vor, ist aber mit seinem karminroten

Hut und den weißen Flocken darauf

unverkennbar. Die meisten Pilze, die in

unseren Anlagen vorkommen, sind als

harmlos einzustufen.

Noch so ein Mythos: Durch Entfernen

der Fruchtkörper beseitigt man den Pilz.

Nein!

Es stimmt auch nicht, dass sich eine

Pilzpopulation an demselben Standort

vergrößert, wenn man die Pilzfrucht-

körper stehenlässt. Die Umstände,

aus welchen Sporen ein neues Myzel

(Pilzgeflecht) entsteht, sind so kom-

plex, dass man Neuansiedlungen so gut

wie nie voraussagen kann: Aus einer

Spore entsteht ein Primärfaden, dieser

braucht einen anderen Primärfaden,

mit welchem er verschmelzen kann, um

einen kompletten Chromosomensatz

zu erhalten, dessen Sekundärgeflecht

wieder in der Lage ist, Fruchtkörper

auszubilden.

Sollten Sie den Verdacht hegen, dass es

sich um einen der gefährlich giftigen

Pilze handelt, können Sie selbstver-

ständlich beim Servicebetrieb der SWB

anrufen und wir nehmen vor Ort eine

Bestimmung vor.

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