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Baustart in Heißen:

An der Hinnebecke saniert

SWB energetisch

Energetische Sanierungen sind SWB-All-

tag. Fassaden und Dächer zu dämmen,

alte Fenster gegen besser isolierte aus-

zutauschen, Kältebrücken zu beheben

- all das ist jedes Jahr fester Bestand-

teil verschiedener Baumaßnahmen,

mit denen das Wohnungsunternehmen

seine Bestände modernisiert. Doch das,

was in den kommenden drei Jahren in

Heißen geplant ist, geht über das sonst

Übliche hinaus. Der Anschluss der Hei-

zung an ein Blockheizkraftwerk ersetzt

künftig die bisherige Beheizung mit

Nachtstromspeicher. Dafür investiert

SWB in 216 Wohnungen fast 9,5 Mio. €.

Der Baustart wurde vom Wetter

diktiert, denn das SWB-Team muss

die warme Jahreszeit - der Fachmann

spricht da von der „heizfreien Peri-

ode” - optimal nutzen. Immerhin ist

der Wechsel der Heizungsart integraler

Bestandteil der Sanierung. Seit Mitte

Mai sind die Arbeiter nun im Einsatz an

der Hinnebecke und bauen zunächst in

jenen Häusern mit ungeraden Haus-

nummern, später in jenen mit geraden

Nummern, die bisher installierten

Nachtstromspeicherheizungen aus. Be-

reits im kommenden Herbst sollen die

Bewohner dieser 25 SWB-Häuser mit

Fernwärme heizen können.

Erforderlich ist hierfür eine enge Zu-

sammenarbeit mit der medl GmbH, die

im Quartier nicht nur das Blockheiz-

kraftwerk errichtet, sondern auch die

erforderlichen Versorgungsleitungen

verlegt. In einem kombinierten Prinzip

der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

gewinnen diese Anlagen mechanische

Energie und Wärme und machen diese

gleichzeitig nutzbar. Die KWK reduziert

nicht nur den Bedarf an Brennstoff,

sondern erhöht auch die daraus gewon-

nene tatsächliche Energie. Fachleute

verweisen in diesem Zusammenhang

auf einen „Nutzungsgrad von 90 %”.

Die Arbeiten haben bereits begonnen

und werden voraussichtlich zwei Mona-

te dauern.

Die Verantwortlichen der SWB sehen

in der Kooperation mit der medl GmbH

eine sinnvolle Fortführung des energe-

tischen Sanierungsprogramms. „Fern-

wärme ist eine moderne Art zu heizen”,

betont Abteilungsleiter Peter Schmal-

haus und davon überzeugt ist, dass die

Mieter den „Wechsel der Heizungsart

von Nachtstromspeicher zu einem ener-

gieeffizienten Blockheizkraftwerk”,

kombiniert mit der verbesserten Wär-

medämmung an Fassaden, Fenstern

und Dächern deutlich im Portemonnaie

spüren werden.

Da die Arbeiten nur in jenen Monaten

laufen können, in denen die Heizung

ausgeschaltet bleibt, erstreckt sich die

gesamte energetische Sanierung in dem

Quartier über drei Jahre. Die Gebäude

Modernisierung

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