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allgemeine Flächen handelt, die für

alle da sind. Allzu individuelle Bepflan-

zungen – wie zum Beispiel Anpflanzung

von Obstgehölzen, welche dem eigenen

Ertrag dienen - fallen mit Sicherheit

nicht unter „Anlagenverschönerung”.

Wer Obstbäume auf diesen Flächen

pflanzen möchte, braucht dafür eine

ausdrückliche Genehmigung. Denn dies

macht Sicherheitsbegehungen nötig,

deren Kosten letztlich von allen Mietern

des Objekts getragen werden - auch von

denen, die nichts von dem Apfel, der

Kirsche oder der Birne haben.

Gleiches gilt für Gemüse. Die Außenan-

lagen um die Häuser sind kein brach-

liegendes Ackerland! Ein Gemüsegarten

macht die Außenanlage nicht schöner.

Die Anzucht von Zwiebeln, Kohl, Kohl-

rabi, Rosenkohl und Petersilie haben in

einer Wohnungsanlage nichts zu suchen

und gehören in den Schrebergarten.

Natürlich gab es in der Vergangenheit

auch Bepflanzungen, welche sich als

nicht ganz so sinnvoll herausstell-

ten - die Geschmäcker wandeln sich

eben. Man denke nur an die 60er und

70er Jahre, als Koniferen groß in Mode

kamen. Die immergrünen Nadelgehölze

wurden damals gern zu Weihnachten

mit Wurzel gekauft und nach den Fest-

tagen vom Wohnzimmer in die Außenan-

lagen gebracht und dort eingepflanzt.

Im Lauf der Jahre entwickelten sich

diese zu stattlichen Bäumen und über-

ragten dann Fassade und Dach. Aber,

wie gesagt, das gehört - bis auf ein paar

Ausnahmen - der Vergangenheit an.

Für diesen Sinneswandel sind wir mehr

als dankbar und im Gegenzug gern

bereit, Auskunft über Pflanzengemein-

schaften, Bodenbeschaffenheiten oder

Pflanzenunverträglichkeiten zu geben.

In unseren Pflegekolonnen befinden sich

mittlerweile jeweils mindestens ein

gelernter Gärtner mit dem entsprechen-

den Fachwissen.

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