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Unternehmen

Umweltfreundlich spielen

SWB schafft Geräte aus recyceltem Kunststoff an

Mit Müll spielt man nicht - das weiß

jedes Kind. Aber wie prima es sich auf

recycelten Plastikabfällen spielen lässt,

können Kinder künftig an der Hinnebe-

cke selbst ausprobieren. Dort lässt SWB

kurz vor den Sommerferien ein neues

Spielgerät aufstellen. Es ist das erste

aus Recyclingmaterialien, das das Woh-

nungsunternehmen angeschafft hat.

Mit der Idee hat Objektbetreuerin

Silvia Neuhaus, die bei SWB für die

Spielgeräte zuständig ist, schon länger

gespielt. „Ich war fasziniert davon, was

man aus recyceltem Material alles ma-

chen kann”, sagt sie. Überzeugt hat sie

letztlich aber nicht nur „der nachhal-

tige Beitrag für die Umwelt”, sondern

vor allem auch, dass es „richtig tolle

Spielgeräte” sind.

Hergestellt werden diese von der West-

falia Spielgeräte GmbH, die Chipstü-

ten, Joghurtbecher und alles andere,

was so in die gelbe Tonne kommt, wie-

derverwertet. Dieser Plastikmüll wird

zunächst bei einer Firma in Frankfurt-

Haan vorsortiert und zu einem Granulat

verarbeitet. Aus diesem wiederum

werden dann bei Westfalia in Hövelhof

(zwischen Bielefeld und Paderborn)

Rundpalisaden und Vierkantprofile

erstellt. Aus vielen verschiedenen

Einzelteilen entstehen dann die bunten

Spielgeräte mit Rutsche und Turm oder

Kletterwand und Hängebrücke, mit Ba-

lancierbalken oder Netzen. Dafür wird

in den Hallen des Unternehmens kräftig

gesägt, geschraubt und gebohrt: In der

Abbundanlage werden die Kunststoff-

elemente zugeschnitten, im CNC-Bear-

beitungszentrum z.B. „Dachziegel“ in

die Platten gefräst und in der Seilerei

die Bestandteile der Kletternetze

hergestellt.

„Ein mittelgroßer Spielplatz kann durch

den Jahres-Kunststoffabfall von ca. 210

Vier-Personenhaushalten realisiert wer-

den”, so die Hochrechnung des Unter-

nehmens. Der „Gelbe Sack“ wird somit

zu 100 % als Rohstoff genutzt, die Depo-

nien entlastet und die Natur bleibt unbe-

rührt, denn das Abholzen der Wälder

wird reduziert. Da zudem bei der Kunst-

stoffverarbeitung weder Imprägnierun-

gen, noch Farbstoffe oder Lacke zum

Einsatz kommen, werden Umwelt und

Gesundheit gleich doppelt geschont.

Besonders das mittlerweile farbenfrohe

Design hat es SWB-Mitarbeiterin Silvia

Neuhaus angetan, die zudem betont:

„Die Geräte aus dem recycelten Plastik

sind wartungsarm und weniger anfällig

gegenüber Vandalismus - ein wichtiges

Argument.“ Denn: Holz ist nur bedingt

haltbar, nach 5 Jahren müssen meist

die ersten Teile ausgetauscht werden.

Das ist bei Kunststoff nicht der Fall,

er ist witterungsbeständig. Besonders

wichtig für die Sicherheit der Kleins-

ten ist, dass Kunststoff splitterfrei ist,

beim Klettern, Rutschen oder Toben

also keine Verletzungsgefahr besteht.

Und wie toll sich darauf toben lässt,

kann sich in Heißen in der Praxis sehen

lassen.

Info:

In einer Palisade mit den Maßen

11 cm x 60 cm mit einem Gewicht

von 4,2 kg stecken 296 Wurstver-

packungen à 14,23 g.