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genau in seinem Gedächtnis: „Das war

bislang der einzige Kaufvertrag, in dem

das Datum des Besitzüberganges um

die Uhrzeit erweitert wurde.“ Denn

während die Neue-Heimat-Verant-

wortlichen die Objekte Ende 1985 als

verkauft ausweisen wollten, konnte

SWB sie erst mit Beginn des Jahres

1986 übernehmen. „Zum Jahreswech-

sel 1985/86 haben die Häuser innerhalb

einer logischen Sekunde zwischen

24:00 Uhr am 31.12. und 00:00 Uhr am

01.01. rechtlich niemandem gehört“,

sagt Andreas Timmerkamp.

Seit Januar 1986 sind die Gebäude Teil

des SWB-Bestandes, seit März 1986 ste-

hen sie unter Denkmalschutz. Dadurch

waren umfassende Modernisierungs-

maßnahmen weitgehend ausgeschlos-

sen. „Deshalb modernisieren wir die

Wohnungen bei einem Mieterwechsel.

So haben wir inzwischen 90 Wohnungen

an die heutigen Komfortansprüche

angepasst. Eben das – beispielsweise

die modernen, weißen Bäder – wissen

die neuen Mieter zu schätzen“, sagt

Vermieterin Birgit Syring.

Doch sie kann noch weitere Pluspunkte

aufzählen, die im Umfeld liegen: „Es

sind fünf Minuten Fußweg zum Haupt-

bahnhof und zu zwei Krankenhäusern.

Die Nahversorgung ist gut. In direkter

Nähe gibt es mehrere Kindergärten und

fünf Schulen – von der Grund- bis zur

Berufsschule.“ Und das ist noch nicht

alles: Auch verschiedene Möglichkeiten,

Sport zu treiben, sind fußläufig zu er-

reichen. Das Südbad, das Haus des

Sports – beide liegen ein kurzes Stück

die Kämpchenstraße hoch.

Gleiches gilt für den Sportplatz von

TuS Union 09 Mülheim e.V., einem

traditionsreichen Fußballverein, der

auch über die Stadtgrenzen hinaus für

seine schwarz-weiß gestreiften Trikots

bekannt ist. Jene Trikots der Spieler der

U17 werden künftig mit grünem SWB-

Logo versehen, denn die Gesellschaft

sponsert diese Mannschaft der großen

Jugendabteilung des Vereins. Insgesamt

trainieren knapp 500 Sportler auf der

Sportanlage an der Südstraße 1.

Senioren laufen auf dem Kunstrasen-

platz mit überdachter Tribüne ebenso

auf wie Kleinkinder, die als „Miniki-

cker“ auf Torjagd gegen. 26 Trainer

und Betreuer machen Spieler in 14

Jugendteams fit – und das mit Erfolg:

Neben der von SWB unterstützten U17

spielt noch eine weitere Mannschaft

in der Leistungsklasse und die U15 ist

amtierender Stadtpokalsieger. Ali Günay

und Andreas Hamm haben sportlich

alle Fäden in der Hand. „Union hat als

einziger Mülheimer Verein auch zwei

integrative Teams“, betont Markus

Frank, der gemeinsam mit Ali Günay

federführend für die Neuausrichtung des

Vereins im sozialen und repräsentativen

Bereich verantwortlich ist. In diesem so-

genannten I-Team können Menschen mit

Handicap in einer Jugend- oder einer

Seniorenmannschaft gegen I-Teams aus

ganz Deutschland spielen.

All das zeigt, dass das Quartier in der

Mülheimer Stadtmitte nicht nur auf eine

bewegte Geschichte, sondern auch in

eine lebendige Zukunft blicken kann.

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