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Wohngeld

Keine falsche Scheu

beim Gang zur Wohngeldstelle

Elisabeth Enthofer, die beim Sozialamt

der Stadt Mülheim an der Ruhr den

Fachbereich Wohngeld leitet, kennt

die Unsicherheit der Menschen und ihr

Zögern, bei ihrer Behörde vorbeizu-

schauen. Stattdessen drehen vor allem

Senioren lieber jeden Euro zweimal

um. Doch das ist nicht nötig. Elisabeth

Enthofer ist es wichtig, zu beteuern:

„Niemand sollte einen Besuch der

Wohngeldstelle scheuen.“ Denn nur so

„können wir gemeinsam herausfinden,

wer zum Kreis der Berechtigten gehört,

wer in welcher Höhe einen Anspruch

auf Wohngeld hat“. Um auf diese finan-

zielle Hilfe hinzuweisen, hat SWB ein

Infoblatt zusammengestellt, das allen

Mietern zur Verfügung gestellt wird. Ei-

nen ersten Einblick in die Materie gibt

Elisabeth Enthofer zudem im Interview.

Was verbirgt sich hinter dem Stich-

wort „Wohngeld“?

Wohngeld ist eine staatliche Leistung.

Es hat den Zweck, angemessenes

und familiengerechtes Wohnen wirt-

schaftlich abzusichern. Wohngeld wird

auf einen entsprechenden Antrag als

Zuschuss zu den Aufwendungen für den

Wohnraum geleistet.

Wer kann diesen Zuschuss zur Miete

beantragen?

Einen Antrag auf Wohngeld können u.a.

Mieter und Mieterinnen von Wohnraum

stellen. Um den Zuschuss zu bekom-

men, muss der Mieter oder die Mieterin

den Wohnraum selbst nutzen und die

Miete dafür aufbringen. Das heißt zum

Beispiel aber auch: Wenn die Miete

über eine andere Sozialleistung getra-

gen wird, wie die Grundsicherung für

Arbeitssuchende, sprich: Hartz IV, dann

besteht kein Anspruch auf Wohngeld.

Gibt es finanzielle Mindestgrenzen?

Ob und in welcher Höhe ein Anspruch

auf Mietzuschuss besteht, hängt von

verschiedenen Faktoren ab, wie der

Anzahl der Mitglieder eines Haushaltes,

die wohngeldberechtigt sind, der Höhe

der zuschussfähigen Miete und der

Höhe des Gesamteinkommens.

Die Miete, die wir berücksichtigen kön-

nen, wird über Mietobergrenzen gere-

gelt. So beträgt die Mietobergrenze

z. B. bei einem Haushaltsmitglied

330,00 Euro. Liegt die zu zahlende

Miete unter den Höchstbeträgen, wird

auch nur die tatsächliche Miete bei der

Wohngeldberechnung berücksichtigt.

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