Grüne Zukunft ¬ Die Vorbereitungen waren komplex: Förderzusagen mussten eingeholt werden, auch nach der Erteilung der Baugenehmigung im Spätsommer benötigte es noch Abstimmungen zum Brandschutz. Die Baumaßnahmen sind umfangreich: Innen gehört die Sanierung aller Bäder in den insgesamt 206 Wohnungen dazu. Alle Wohnungstüren erhalten einen Türobenschließer, der die Türen automatisch zufallen lässt. In Haus Nr. 7 wird ein Aufzug zu einem Feuerwehraufzug umgebaut. Außen wird die Fassade umfangreich saniert. Die Bestandsfassade wird demontiert, eine Dämmung aus Mineralwolle angedübelt und anschließend eine vorgehängte Fassade aus lackierten Aluminium-Platten angebracht. Die schmalen Laufbalkone werden an den Fassadenseiten HBP 7 Nord sowie HBP 9 Nord und Süd entfernt. Begrünung bis zum siebten Stockwerk Die Balkone werden bis zum siebten Stockwerk begrünt. Gewässert und gedüngt wird über eine Bewässerungsanlage, die in den Galeriegeschossen der Häuser installiert wird und das benötigte Wasser zur Bewässerung aus einer mit Regenwasser befüllten Zisterne ziehen soll. Oberhalb des siebten Stockwerks erhalten die Balkone Brüstungen aus undurchsichtigem Glas in verschiedenen Grüntönen, damit sich farblich ein einheitliches Bild ergibt. An den Südfassaden werden vertikale Photovoltaikanlagen angebracht, die Strom für den Allgemeinbereich der Häuser produzieren werden. Bereits 2023 bis 2024 wurden die Bäder von Haus Nr. 7 saniert. Zurzeit laufen die Sanierungen der Bäder in Haus Nr. 9. Für die Sanierung der Außenfassade werden bis Ende des Jahres die Vorbereitungen getroffen: Die kaum genutzte Fernbushaltestelle gegenüber der alten Post wird angepasst, das Häuschen entfernt, um dem LKW-Anlieferverkehr Wendemöglichkeiten zu bieten. 13 Bäume, die teilweise schon sehr dicht an die Fassaden gewachsen sind, werden entfernt. Später werden neue Bäume auf dem Gelände gepflanzt. Mastkletterbühnen werden ab Februar aufgebaut Nach der Weihnachtspause geht es im Januar weiter mit der Baustelleneinrichtung, dem Aufstellen der Büro- und Sozialcontainer, den Bauzäunen und dem Rückbau von Hochbeeten. Rund drei Wochen sind dafür veranschlagt. Spektakulärer wird es mit der Einrichtung der sechs 13 Meter breiten Mastkletterbühnen, die sich an vertikalen Masten Stockwerk für Stockwerk in die Höhe schrauben können. Begonnen wird mit der Fassade Haus Nummer 9. Zunächst werden alle Fenster mit einer Absturzsicherung versehen. Dann werden die alten Fassadenplatten entfernt, ebenso die überflüssigen Laufbalkone. Betonschäden werden instandgesetzt, die Geländer neu gebaut. Die Mastkletterbühnen wandern abschnittsweise um das ganze Haus herum. Ist diese Phase abgeschlossen, erhält das Haus für die weiteren Arbeiten ein klassisches Fassadengerüst. Dann können die Bauarbeiter die Fenster austauschen, die neue Fassadendämmung anbringen und die neuen Bodenplatten für die Balkone legen, die dann barrierearm zu betreten sind. Anschließend erfolgt die Begrünung der Fassade. Die Mastkletterbühnen wandern voraussichtlich ab September 2026 zu Haus Nr. 7. Im Mai 2028 soll die Sanierung des Doppelhochhauses abgeschlossen sein. Echte Begrünung wird Blickfang der Fassadensanierung – Vorbereitungen laufen Eine umfangreiche Sanierung kann nun starten: Das Doppelhochhaus am Hans-Böckler-Platz 7-9 geht in die Umsetzungsphase. Ende des Jahres beginnt die SWB mit der Baustelleneinrichtung, Anfang 2026 starten die Fassadensanierungen an den Gebäuden, die mit einer Besonderheit aufwarten werden: Bis zur siebten Etage einschließlich werden alle Brüstungen und von Haus Nr. 9 ein Teil der Nordfassade mit echten Pflanzen begrünt. Damit werden die SWB-Häuser zu einem echten Leuchtturmprojekt in der Mülheimer Innenstadt. Das grüne Hochhaus wird Realität ... auf meine Wohnung. Ursula Kinder SWB-Mieterin
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