SWB Mietermagazin 2|25

Familienzeit ©¨ Wie Leon und seine Freunde Mobbing stoppten – eine Geschichte über Mut und Freundschaft Es war ein warmer Nachmittag, und Leon lief mit großen Schritten zum Spielplatz. In seiner Hand hielt er sein Springseil – er wollte unbedingt die neue Sprungkombination üben. Doch kaum betrat er den Platz, hörte er Tom rufen: „Na toll, der schon wieder!“ Mia grinste böse: „Bestimmt fängt er gleich an zu flennen.“ Leons Bauch wurde ganz schwer. Am liebsten wäre er sofort wieder nach Hause gegangen. Er versuchte, mutig zu bleiben, aber als Tom sich vor die Schaukel stellte und sagte: „Die ist nur für coole Kinder – nichts für dich!“, drehte sich Leon still um und setzte sich auf die Bank. Warum immer ich?, dachte er leise. Ich wollte doch nur schaukeln. Da kamen Aylin und Jonas. „Hey Leon! Kommst du mit uns Fangen spielen?“ Leon starrte auf den Boden. „Ich hab keine Lust ...“, murmelte er. Jonas setzte sich neben ihn. „Was ist los?“ Leons Stimme zitterte. „Tom und Mia ärgern mich fast jeden Tag. Sie sagen, ich darf nicht mitspielen und verstecken meine Sachen.“ Aylin wurde ernst. „Das ist echt fies. Wir lassen dich nicht allein.“ Am nächsten Tag nahm Leon all seinen Mut zusammen und brachte wieder sein Springseil mit. Doch kaum war er da, trat Tom mit voller Wucht darauf. „Na, schon wieder Angst?“ Leons Herz klopfte schnell. Er wollte wegrennen – doch diesmal war er nicht allein. „Hört sofort auf!“, rief Aylin laut. Jonas stellte sich neben sie: „Leon darf genauso hier spielen wie wir!“ Plötzlich blieben andere Kinder stehen und hörten zu. Tom und Mia wurden unsicher. „Pff ... na gut“, murmelte Tom und zog sich zurück. Leons Brust fühlte sich leicht an – zum ersten Mal seit Wochen. Am Abend erzählte er alles seiner Mama. Sie nahm ihn in den Arm. „Du warst mutig, Leon. Und toll, dass du es mir sagst. So können wir dir helfen.“ Eine Woche später kam Tom vorsichtig zu Leon. „Tut mir leid... Wollen wir Fangen spielen?“ Leon war überrascht. Er dachte kurz nach, dann lächelte er: „Okay. Aber diesmal ohne Schummeln!“ Alle lachten, und Leon fühlte sich wieder richtig stark. Leitfaden gegen Mobbing – Was ist Mobbing? Mobbing bedeutet: Jemand wird immer wieder absichtlich geärgert oder ausgeschlossen. Zum Beispiel: Ausgelacht oder beleidigt Nicht mitspielen dürfen Geschubst oder verletzt Lügen oder Gemeines wird erzählt Ein Streit ist kein Mobbing. Mobbing passiert ständig und extra, um weh zu tun. Wie fühlt sich Mobbing an? traurig – allein – unsicher – wütend – machtlos Was kannst du tun? Wenn du betroffen bist: Sag klar: „Hör auf, das ist nicht okay!“ Hol dir Hilfe bei Erwachsenen. Bleib nicht allein – such Freunde. Denk dran: Du bist nicht schuld! Wenn andere betroffen sind: Sei mutig: „Lasst ihn/sie in Ruhe!“ Sei da: Spiel oder rede mit demjenigen. Hol Erwachsene dazu – das ist Helfen, kein Petzen. Wer kann helfen? Eltern, Lehrer, Schulsozialarbeiter, Trainer, Freunde, Geschwister Wichtig: Mobbing ist niemals okay. Hilfe holen ist mutig – und der erste Schritt, damit es aufhört. Manchmal machen Kinder anderen das Leben schwer. Sie lachen aus, schließen aus oder ärgern extra – immer und immer wieder. Das nennt man Mobbing. Es tut weh, aber: Niemand ist allein! Die folgende Geschichte zeigt, wie Freundschaft und Mut helfen können. Star wi ei Löw ! – allein

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