SWB Mietermagazin 1|26

Wohnen leben |

Liebe Leserinnen und Leser, Editorial Editorial 75 Jahre SWB – das sind vor allem 75 Jahre Zuhause für Sie, unsere Mieterinnen und Mieter. Ohne Sie gäbe es unsere Geschichte in dieser Form nicht. Dafür danken wir Ihnen von Herzen: für Ihr Vertrauen, Ihre Treue und dafür, dass Sie SWB zu dem machen, was wir heute sind. Ein Dankeschön geht auch an alle, die diesen Weg mit uns gegangen sind – neben unseren Mieterinnen und Mietern unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unsere kommunalen Partner und viele weitere Wegbegleiter. Unsere wichtigste Aufgabe hat sich nie geändert: gutes, bezahlbares Wohnen in Mülheim an der Ruhr. Dafür setzen wir uns Tag für Tag ein. Wir sanieren nach und nach unsere Gebäude, gestalten Wohnanlagen moderner und planen neue Wohnungen mit Augenmaß – so, dass sie langfristig bezahlbar bleiben und zu Ihnen und Ihrem Alltag passen. Gleichzeitig bereiten wir uns gemeinsam mit Ihnen auf die Zukunft vor. Wohnen soll nicht nur bezahlbar, sondern auch klimafreundlicher sein. Deshalb investieren wir in energetische Verbesserungen, bessere Haustechnik und in Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken. Unser Ziel: Schritt für Schritt Richtung CO₂-Neutralität – damit Wohnen auch für kommende Generationen zukunftsfähig bleibt. Mehr und mehr verstehen wir uns dabei als moderner Dienstleister rund ums Wohnen: mit technischem Service, auf den Sie sich verlassen können, und mit digitalen Angeboten, die Wege verkürzen und vieles einfacher machen – von der Meldung eines Schadens bis zur schnellen Rückmeldung aus unserem Haus. In dieser Ausgabe mit Jubiläumsbeilage blicken wir gemeinsam mit Ihnen zurück – und nach vorn. 75 Jahre SWB sind für uns ein Versprechen: Wir entwickeln uns weiter – verantwortungsvoll, solide und immer mit dem Ziel, Mülheim an der Ruhr lebens- und liebenswert zu gestalten. Gemeinsam mit Ihnen. Wir danken Ihnen für Ihre Verbundenheit und Ihr Vertrauen und freuen uns darauf, die nächsten Kapitel der SWB-Geschichte gemeinsam mit Ihnen zu schreiben. Sven Glocker Oliver Ahrweiler Geschäftsführer Geschäftsführer

Inhalt ™ Inhalt Eine Fassade wird grün Ein neues Quartier wächst heran › œ nachgefragt Ein Zuhause für Generationen Sonnige›Aussichten ž Ihre Meinung ist gefragt ›ž Ein Quiz zum›Ÿ¡-jährigen Jubiläum ›ž™ wohnlich Hier geht es aufwärts Neues Zuhause für Familien ›žœ Vom Ackerrand in die Vase ›žŸ miteinander „Wir wollten nicht nur in Steine investieren“ „Wegschauen war für mich nie eine Option.“ › Mieterjubilare › „Ein Kindergarten für Käfer“ › ¥ Gemeinsam statt einsam › ¡ Wo die Altstadt nach Italien schmeckt › œ vor Ort Sommer in Bewegung Sponsoring ™ Sehenwürdigkeiten-Quiz Schloß Broich ™ Familienzeit Ein leckerer Snack für Unterwegs „ Bühne frei für Biene Maja ›™¡ Willkommen im Kopfkino ™œ 3,› ,›ž ... Nix wie raus! ™Ÿ Service Schneller als die Post erlaubt „ Müll richtig trennen – so geht‘s ›™ª Dranbleiben und Klartext reden ›¥ Mit Tablet auf Tour ›¥ž Ihre Meinung zählt! ›¥ Ein Herz für tierische Mitbewohner ›¥™ kreuz & quer Neue Mitarbeiter und Firmenjubiläen Rätselhaftes Fotorätsel Ž Kreuzworträtsel ›¥Ÿ 04 08 Eine Fassade wird grün Hier geht es aufwärts Ein Zuhause für Generationen 18 „Wir wollten nicht nur in Steine investieren“ 14 28 Sommer in Bewegung 34 Ein leckerer Snack für Unterwegs Schneller als die Post erlaubt 38 Grüne Zukunft

¥ Grüne Zukunft Eine Fassade wird grün Sanierung des SWB-Doppelhochhauses am Hans-Böckler-Platz hat begonnen Noch ist es vor allem eine Baustelle. Doch was am HBP jetzt beginnt, ist mehr als eine reine Fassadensanierung. Am Doppelhochhaus am Hans-Böckler-Platz entsteht in den kommenden Monaten und Jahren ein Projekt mit besonderer Strahlkraft für die SWB: Erstmals wird ein Hochhaus bis einschließlich zur siebten Etage mit echten Grünpflanzen ausgestattet. Bis es so weit ist, stehen allerdings zunächst aufwendige Bauarbeiten an.

Grüne Zukunft ¡ Nachdem in den vergangenen drei Jahren bereits die Bäder in allen Wohnungen saniert wurden, startet nun die Erneuerung des Außenbereichs. Die Baustelle ist eingerichtet, die Arbeiten auf den Mastkletterbühnen haben begonnen. Damit ist der Auftakt für die Arbeiten an Haus Nr. 9 gemacht, dem niedrigeren der beiden Hochhäuser. Im Juni rückte die Firma an, die die Mastkletterbühnen aufbaute. Diese Bühnen reichen bis zum Dach und wurden zunächst an der Süd- und an der Ostfassade von Haus Nr. 9 montiert. Insgesamt sind sechs Bühnen im Einsatz. Der Aufbau jeder einzelnen Bühne dauert etwa eine Woche. Sobald ein Fassadenbereich bearbeitet ist, wird die jeweilige Bühne wieder ab- und an der nächsten Hausseite neu aufgebaut. Sobald die erste Bühne stand, begannen dort schon die Vorarbeiten. Unter anderem wurden die noch vorhandenen Jalousien demontiert. Nach der Sanierung werden sie nicht ersetzt. Künftig sollen Paneele und modernes Fensterglas dabei helfen, Sonneneinstrahlung und Wärme besser abzuhalten. Was auf die Mieter zukommt Für die Mieter bedeutet die Sanierung vor allem eines: Es wird über längere Zeit sichtbar und hörbar gearbeitet. So kommt es zu Einschränkungen der öffentlichen Gehwegflächen und zu einer geänderten Wegeführung auf dem Gelände, Fußgängerumleitungen werden beschildert. Die Wegeführung kann sich je nach Bauphase ändern, zeitweise ist auch der Hintereingang nicht nutzbar. Sobald die Arbeiten an einem Fassadenabschnitt beginnen, werden die Zugangstüren zu den Balkonen mit provisorischen Brüstungen gesichert. Ab diesem Zeitpunkt dürfen die Balkone nicht mehr betreten, die Türen aber zum Lüften geöffnet werden. Die Sperrung soll bis zur geplanten Freigabe der Balkone von Haus-Nr. 9 im September 2027 andauern. Auch die Sicht aus den Fenstern wird zeitweise eingeschränkt sein. Das liegt daran, dass nach dem Einsatz der Mastkletterbühnen an den in Arbeit befindlichen Fassadenabschnitten Gerüste aufgebaut werden. Diese bleiben dann bis zum Abschluss der Arbeiten stehen. An der Südfassade ist der Aufbau des Gerüsts für September vorgesehen, an der Ostfassade voraussichtlich im Februar des kommenden Jahres, dann folgen die anderen beiden Hausseiten. Hinzu kommt, dass bestimmte Arbeiten nicht leise erledigt werden können. Wenn Fassadenplatten entfernt, Betonflächen instandgesetzt oder Balkonbauteile abgetragen werden, wird dies zeitweise mit Lärm verbunden sein, dafür wird es hinterher aber umso schöner. So laufen die Arbeiten ab An jeder Mastkletterbühne wird oben ein Kran angebracht. Mit seiner Hilfe werden die Balkonbrüstungen gesichert, anschließend Stück für Stück abgetrennt und auf die Bühne gehoben. Wenn die Bühne ihre Volllast erreicht hat, wird sie nach unten gefahren. Alleine eine Fahrt von ganz oben nach unten dauert sieben Minuten. An der Südseite (und später zum größten Teil auch an der Nordseite) werden die schmalen Laufbalkone vollständig zurückgebaut. Sie entfallen im Rahmen der Sanierung. Auf der Ostseite bleiben die regulären Balkone der Mieter erhalten. Dort werden die Brüstungen der Balkonplatten entfernt und später neu aufgebaut. Im Anschluss daran geht es an die Fassadenplatten. Schließlich wird noch die Betonoberfläche der Balkonplatten saniert und neu aufgebaut. Erst dann werden die neuen Brüstungen angebracht. Sind diese montiert, kann die Mastkletterbühne weiterwandern, das Gerüst wird aufgebaut. Es folgen die Abdichtung und Herrichtung der Balkone und der Wiederaufbau der Fassade. Parallel dazu werden an der Südseite die Elemente für die Photovoltaikanlage vormontiert. Sobald das Gerüst steht, werden neue Fenster eingebaut. Auch das Dach von Haus Nr. 9 wird gedämmt und neu abgedichtet. So sieht das Haus später aus Nach der Sanierung wird sich das Hochhaus deutlich verändern. Bis einschließlich zur siebten Etage erhalten die Balkone Metallgeländer, an denen die Elemente mit den echten Pflanzen montiert werden. Auf der Innenseite bekommen diese Balkone zusätzlich eine neue Verkleidungsplatte. Ab der achten Etage werden grüne Glasbrüstungen eingebaut, welche undurchsichtig, aber lichtdurchlässig sind. Wenn Süd- und Ostseite fertig sind, wandern die Mastkletterbühnen an die Nord- und Westseite. Dort werden die Arbeiten in ähnlicher Weise fortgesetzt. An der Nordseite gibt es aber eine Besonderheit: Hier wird ein längeres Element mit echter Begrünung angebracht. Bitte um Verständnis Die Sanierung bringt für die Mieter Einschränkungen mit sich. Gleichzeitig entsteht hier aber ein zukunftsweisendes Projekt, das modernes Wohnen, Klimaschutz und Begrünung miteinander verbindet. Oder anders gesagt: Bevor das Hochhaus zum grünen Hingucker wird, trägt es erstmal Bauhelm. Die SWB bittet alle Mieter um Verständnis für die anstehenden Arbeiten. Der Zeitplan im Überblick Die SWB rechnet derzeit mit folgendem Ablauf: • Südseite Haus Nr. 9: Fertigstellung noch in diesem Jahr • Nordseite Haus Nr. 9: voraussichtlich bis Juni 2027 • Ost- und Westseite Haus Nr. 9: voraussichtlich bis September 2027 • Haus Nr. 7: Start der Fassadenarbeiten etwa ab Februar 2027 Wichtig für die Bewohner von Haus Nr. 7: In diesem Jahr finden dort noch keine Bauarbeiten an der Fassade statt.

œ Grüne Zukunft Letzte Altbauten abgerissen Am Donnerstag, 15. Januar, begann der Abriss der beiden leergezogenen Gebäuderiegel an der Filchnerstraße 34–46. Es waren die letzten unsanierten Häuser auf dieser Straßenseite – zwischen der Neubau-Baustelle und den bereits modernisierten Mehrfamilienhäusern. Ein großer Bagger arbeitete sich in der Mitte von innen durch die Gebäude. So konnte der Bagger an die andere Gebäudeseite gelangen, ohne mit seinem Kettenfahrwerk den Straßenasphalt zu beschädigen. Nach mehreren Wochen waren die Gebäude verschwunden, das Gelände freigelegt für den zweiten Bauabschnitt. Dort entstehen in einem nächsten Schritt vier weitere Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 51 Wohnungen in der gleichen Qualität wie im ersten Bauabschnitt. Richtfest im ersten Bauabschnitt Parallel zum Abriss ging es im ersten Bauabschnitt sichtbar voran. Am Dienstag, 21. April, feierte die SWB Richtfest. Hier entstehen 131 Wohnungen im Effizienzhausstandard 40 (KfW 40) nach dem Siegerentwurf aus einem Architektenwettbewerb sowie zwei Tiefgaragen. Die Gebäude werden über Fernwärme versorgt, die Dächer begrünt, und Photovoltaikanlagen sollen künftig Mieterstrom liefern. Ein Schwerpunkt liegt auf nachhaltigem Bauen: Direkt an der Filchnerstraße stehen fünf freistehende Mehrfamilienhäuser in Holzbauweise. Dahinter, neben dem bereits energetisch sanierten Punkthochhaus, sind fünf mehrstöckige Gebäude in Massivbauweise entstanden. An der Filchnerstraße schreitet das größte Neubauprojekt der SWB, der Bau von 182 Wohnungen plus Ärztezentrum und Quartierspunkt, planmäßig voran. Im ersten Halbjahr 2026 ist viel passiert: Die beiden letzten unsanierten Gebäude neben der Baustelle wurden abgerissen, das Richtfest für den ersten Bauabschnitt gefeiert, und auf der Baustelle wächst Schritt für Schritt ein modernes Wohnquartier heran. Mitte Juli ist der Fortschritt deutlich sichtbar – auf beiden Bauabschnitten. Abriss, Richtfest, Innenausbau – das Großprojekt an der Filchnerstraße macht sichtbar Fortschritte Ein neues Quartier wächst heran Der traditionelle letzte Nagel wurde beim Richtfest eingeschlagen. Von links: SWB-Geschäftsführer Oliver Ahrweiler, Oberbürgermeister Marc Buchholz, Zimmermann Luca Hirnstein (Terhalle), SWB-Geschäftsführer Sven Glocker, VdW-Verbandsdirektor Alexander Rychter und Zimmermann Michael Ellerkamp (Terhalle).

Grüne Zukunft Ÿ Beim Richtfest sprachen zwei Zimmermänner der Holzbau-Firma Terhalle, die für die Produktion und die Montage der Holzhäuser verantwortlich ist, den traditionellen Richtspruch, anschließend schlugen die Geschäftsführer Oliver Ahrweiler und Sven Glocker symbolisch den letzten Nagel ein – ein sichtbarer Meilenstein auf dem Weg zum neuen Quartier. Zweiter Bauabschnitt gestartet Mitte Juli zeigt sich die Baustelle deutlich gewandelt. Die fünf Holzhäuser entlang der Filchnerstraße stehen, die Fenster sind eingebaut, die Dächer abgedichtet. Im Inneren schreitet der Ausbau voran. Das Haus direkt neben dem Punkthochhaus ist dabei am weitesten, beim letzten Haus der Reihe wird noch an früheren Ausbauschritten gearbeitet. Ähnlich ist die Situation bei den Massivbauten auf der gegenüberliegenden Seite: Das Gebäude neben dem Punkthochhaus ist am weitesten fortgeschritten, hier arbeitet bereits der Fliesenleger. Im letzten Haus der Reihe sind die Installationsbetriebe noch mit der Leitungsverlegung beschäftigt – der Innenausbau bewegt sich hier Schritt für Schritt nach vorn. Die Zufahrten für die beiden Tiefgaragen von der Filchnerstraße aus sind ebenfalls gelegt. Auch auf der Fläche des zweiten Bauabschnitts hat sich etwas getan. Dort, wo im Januar die alten Häuser abgerissen worden sind, beginnen inzwischen die Arbeiten an den Bodenplatten und Fundamenten. So entsteht die Grundlage für weitere 51 Wohnungen, die nach Fertigstellung das neue Quartier an der Filchnerstraße komplettieren. Der Rohbau aller Holzhäuser wird bis Mitte 2026 vollständig abgeschlossen sein, anschließend folgt der weitere Innenausbau. Die Fertigstellung des gesamten ersten Bauabschnitts ist für das Jahr 2027 geplant. Ziel der SWB bleibt, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und zugleich moderne, energieeffiziente Gebäude mit bezahlbaren Mieten zu verbinden – in einem attraktiven Wohnumfeld mit Aufenthaltsqualität, barrierearmen Zugängen und einem angegliederten Medizinischen Versorgungszentrum. Sowohl die Holzhäuser (rechte Seite) als auch die Häuser aus Massivbauweise (linke Seite) stehen im Rohbau. Innen werden die Fußbodenheizungen verlegt.

º nachgefragt Gefeiert wurde im Flugzeughangar der WDL. Dort erwartete die Gäste ein abwechslungsreiches Programm, bevor der Tag in geselliger Runde ausklang. Die SWB begrüßte zu Beginn der Feier auch Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung. In ihrem Grußwort würdigte sie die wichtige Arbeit der SWB, bezahlbaren Wohnraum für die Menschen in der Stadt zu schaffen. Auch Oberbürgermeister Marc Buchholz ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren, und überreichte der Geschäftsleitung eine Urkunde zum 75-jährigen Bestehen. Charmant und mit viel Gespür und Einfühlungsvermögen führte WDR-Moderatorin Steffi Neu durch das Programm. Für besondere Einblicke sorgten drei Kurzfilme mit dem Mülheimer Comedian René Steinberg, der als Busfahrer die Zuschauer im Jubiläumsbus Buzzi auf eine unterhaltsame Fahrt durch die Stadt und zugleich durch 75 Jahre städtischen Wohnungsbau mitnahm. Ergänzt wurde diese Zeitreise durch drei Podiumsrunden zu verschiedenen Zeitabschnitten. Mitwirkende aus Stadtverwaltung und Wohnungswirtschaft kamen dabei ebenso zu Wort wie eine Historikerin und Zeitzeugen – darunter ein Mieter und eine Mitarbeiterin der ersten Stunde. So wurde Geschichte nicht nur erzählt, sondern auch persönlich erlebbar. Musikalisch begleitet wurde das Programm vom Gospelchor Leslie B Harmonies, der mit seinen Liedern für eine lebendige und herzliche Atmosphäre sorgte und die Gäste zum Klatschen und Mitsingen animierte. Im Anschluss blieb viel Raum für Gespräche und Begegnungen. Für die musikalische Begleitung sorgte die Goodbeats Band, die tanzbare Popsongs spielte. Auf großes Interesse stießen zudem die kleinen Führungen eines ehemaligen Piloten in die Kanzel von Blimp Theo, der dauerhaft im Hangar steht, ebenso wie seine Erzählungen aus der Welt der Luftschiffe. Am 12. Juni 1951 wurde die SWB gegründet. Auf den Tag genau 75 Jahre später, am 12. Juni 2026, lud die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gäste aus Politik, Stadtverwaltung, Wirtschaft sowie die eigenen Mitarbeiter ein, dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu begehen. Bei der Jubiläumsfeier der SWB standen Menschen und gemeinsame Geschichte im Mittelpunkt Ein Zuhause für Generationen Gefeiert wurde im Luftschiffhangar.

nachgefragt ª Die SWB-Geschäftsführer Oliver Ahrweiler (links) und Sven Glocker begrüßten die Gäste. NRW-Ministerin Ina Scharrenbach (rotes Jacket) und Oberbürgermeister Marc Buchholz (5.v.r.) im Kreise der SWBGeschäftsführung sowie der Podiumsteilnehmer. Comedian René Steinberg nahm die Besucher mit auf eine filmische Zeitreise durch 75 Jahre SWB. Brigitte Zacharias, 91 Jahre, (2.v.l.) begeisterte die Zuhörer als Mitarbeiterin der ersten Stunde mit ihren authentischen Erinnerungen. Moderatorin Steffi Neu führte durch das Programm.

ž nachgefragt Wie ist das möglich? „Strom wird auf dem Dach erzeugt und kann von dort direkt an die Mieter im Haus weitergeleitet werden“, erklärt Marius Schreckenberg das einfache Prinzip. Der Vorteil liegt auf der Hand: Für diesen lokal produzierten Strom fallen keine Netzentgelte, Stromsteuer und sonstige Abgaben wie Konzessionsabgaben an, die in herkömmlichen Stromtarifen enthalten sind. So entsteht ein Preisvorteil, den die Mieter direkt spüren. Und auch dann, wenn die PV-Anlage keinen Strom liefert, ist die Versorgung gesichert: medl garantiert in diesen Zeiten die Lieferung von grünem Reststrom. Dadurch liegt der Mieterstromtarif dauerhaft einige Cent unter den günstigsten vergleichbaren Tarifen. Lokal vom Dach: Der SWB-Mieterstrom ist günstig und nachhaltig Immer mehr Häuser im Bestand der SWB erhalten Photovoltaikanlagen auf ihren Dächern. Jährlich investiert die SWB rund eine Million Euro, um Häuser im Bestand, wo immer es möglich ist, nach und nach mit Photovoltaik auszustatten. Bei energetischen Sanierungen und Neubauten sind sie fester Bestandteil. Ende des Jahres werden bereits 100 Häuser PV-Anlagen auf dem Dach haben. Damit kommt die SWB ihrem Ziel näher, den Bestand bis 2045 klimaneutral umzugestalten. Davon profitieren auch die SWB-Mieter ganz direkt: In Kooperation mit dem Mülheimer Energieversorger medl wird ihnen ein Mieterstromtarif angeboten, der sogar noch unter den günstigsten vergleichbaren Stromtarifen auf den Vergleichsportalen liegt. Sonnige Aussichten

nachgefragt žž Monatlich kündbar Hinzu kommen weitere Vorteile: Der Tarif ist monatlich kündbar, hat keine Mindestlaufzeit und keinen Mindestverbrauch – bezahlt wird nur das, was tatsächlich verbraucht wird. So lässt sich doppelt gewinnen: günstiger Strom aus lokaler Erzeugung und gleichzeitig ein aktiver Beitrag zur Energiewende. Immer mehr Mieter werden in den kommenden Jahren davon profitieren können. So wird im Sommer ein Großteil des SWB-Bestandes in Saarn mit PV-Anlagen ausgestattet sein. Für einige wenige Gebäude mit vielen Wohneinheiten, wie das Punkthochhaus an der Gneisenaustraße oder die Hochhäuser an der Prinzeß-Luise-Straße, wird der Strom der Dach-PV-Anlage in die Allgemeinbereiche geleitet. Der Grund: Die PV-Flächen sind dort nicht groß genug, um alle Mieter mit Mieterstrom zu versorgen. In diesen Fällen profitieren die Mieter über die Betriebskostenabrechnung von den niedrigeren Stromkosten im Allgemeinbereich wie zum Beispiel für den Betrieb der Aufzüge oder der Beleuchtung Persönliche Beratung Rund 30 Prozent der Mieter, auf deren Dach eine PVAnlage installiert ist, nutzen bereits den Mieterstromtarif. Aber noch nicht alle Mieter kennen das Angebot. Mitarbeiter von medl sind deshalb derzeit verstärkt in den SWB-Quartieren unterwegs, um die Mieter persönlich darüber zu informieren. Wer wissen möchte, ob für das eigene Haus ein Mieterstromtarif angeboten wird, kann den nebenstehenden Code einscannen oder die Internetseite mhein.medl.de/ swb-mieterstrom-entdecken/ aufrufen und anhand seiner Adresse prüfen, ob ein entsprechender Tarif abgeschlossen werden kann. Im Sommer wird ein Großteil des Saarner Bestandes mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet sein.

ž nachgefragt Die Ergebnisse der Befragung fließen direkt in die Strategie ein, wie Stadtteile und Quartiere sowie der Kundenservice künftig weiterentwickelt werden. Im Fragebogen geht es unter anderem um die Zufriedenheit mit der Wohnung, dem unmittelbaren Wohnumfeld, dem Service bei Anliegen sowie der Reparaturannahme und -durchführung. Ziel ist es, den Service gezielt weiterzuentwickeln und die Bedürfnisse der Mieter noch stärker in künftige Planungen und Verbesserungsmaßnahmen einfließen zu lassen. Die Befragung startet nach den Sommerferien und läuft über etwa sechs Wochen. Alle Mieter, die bis zum 31. Juli in einer Wohnung der SWB leben, erhalten zunächst ein Informationsschreiben, anschließend den Fragebogen per Post. Dieser enthält einen persönlichen QR-Code, über den der Fragebogen komfortabel online ausgefüllt werden kann – eine ressourcenschonende und zeitgemäße Variante. Alternativ ist die Teilnahme weiterhin in Papierform per Post möglich. Attraktive Verlosung Die Anonymität der Teilnahme ist umfassend gewährleistet: AktivBo filtert alle Daten, die Rückschlüsse auf einzelne Personen zulassen könnten, bevor die Ergebnisse an die SWB übermittelt werden. Für die SWB ist lediglich erkennbar, aus welchem Haus eine Rückmeldung stammt, nicht jedoch von welchem Mieter. Als zusätzlichen Anreiz verlost die SWB unter allen Teilnehmern 10 Gutscheine von Edeka Paschmann im Wert von jeweils 75 Euro. Die Verlosung und ihre Abwicklung übernimmt ebenfalls AktivBo, da der SWB keine persönlichen Teilnehmerdaten vorliegen. Bis zum Stichtag der Befragung sind zwei Erinnerungsschreiben vorgesehen, um eine möglichst hohe Beteiligung zu erreichen. Je mehr Rückmeldungen eingehen, desto belastbarer werden die Ergebnisse – und desto zielgerichteter können daraus Maßnahmen abgeleitet werden, die ab 2027 nach Priorität und Umsetzbarkeit schrittweise realisiert werden sollen. Ergänzend sind ab 2027 weitere kleinere, digitale Befragungen zu ausgewählten Themen geplant, um Entwicklungen kontinuierlich zu begleiten. Nach der erfolgreichen Mieterbefragung im Teilbestand Heißen im Sommer 2023, die gemeinsam mit der renommierten Agentur AktivBo durchgeführt wurde und wichtige Erkenntnisse geliefert hat, startet ab September die nächste große Umfrage – diesmal im gesamten Bestand der SWB mit rund 8.000 Mietern. AktivBo führt bundesweit unabhängige Mieterbefragungen für Wohnungsunternehmen durch und stellt sicher, dass die Erhebung anonym, professionell und mit anderen Wohnungsbaugesellschaften vergleichbar erfolgt. Im September startet SWB eine großflächige Mieterbefragung – Mitmachen und Gutscheine gewinnen Ihre Meinung ist gefragt Der Fragebogen kann auf Papier, aber auch online ausgefüllt werden.

nachgefragt ž™ Ein Quiz zum 75-jährigen Jubiläum Wie gut kennen Sie die Geschichte der SWB? 1. Wann eröffnete die SWB ihre erste Altentagesstätte in Mülheim an der Ruhr? (Sie lag zusammen mit 36 Altenwohnungen an der Blumendeller Straße 19.) a. 1958 b. 1968 c. 1978 2. Welches bekannte / historische Gebäude gehört der SWB? a. Das Historische Rathaus b. Der Bismarckturm c. Das Kunstmuseum / Altes Postamt 3. Welche Mobilitätsangebote integriert die SWB zunehmend in ihre ganzheitlichen Quartierskonzepte? a. E-Ladesäulen b. Eigene U-Bahn-Stationen für jedes Quartier c. Eine Seilbahnverbindung zwischen den Stadtteilen 4. Womit prägte die SWB in den 70er Jahren die Innenstadtentwicklung? a. Dem Bau der Feuerwache an der Aktienstraße b. Der Sanierung des Stadtbades c. Dem Bau der Hochhäuser am Hans-Böckler-Platz Das Mülheim Summer Open Air verwandelt den MüGa-Park am 7. und 8. August wieder in eine lebendige Festivalkulisse direkt an der Ruhr. Am Freitag, 7. August, macht der international gefeierte DJ und Produzent Topic das Gelände mit seinen treibenden Beats zu einer riesigen Open-Air-Tanzfläche. Unterstützt wird er dabei von namhaften Acts wie LARI LUKE und YouNotUs, die mit ihren energetischen Elektro- und Dance-Sounds für eine mitreißende Festivalstimmung sorgen. Der Samstag, 8. August, steht hingegen voll im Zeichen von handgemachtem Country-Rock, wenn The BossHoss im Rahmen ihrer Sommertournee die Bühne erobern. Den stimmungsvollen Auftakt an diesem von markanten Gitarrenriffs geprägten Abend bildet die Formation Rebel Tell, die das Publikum mit einer unkonventionellen Mischung aus Schlager und Rockabilly aufwärmt. Sie wollen dabei sein? Dann schicken Sie die Lösung unserer vier Fragen sowie das Datum, für das Sie die Karten gewinnen wollen, an gewinnspiel@swb-mh.de. Einsendeschluss ist der 22. Juli 2026 um 24 Uhr. Es entscheidet das Los, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeitende der SWB sowie Gewinnspiel-Organisationen sind von der Verlosung ausgeschlossen. Bitte beachten Sie unsere Gewinnspiel- und Datenschutzhinweise unter www.swb-mh.de/ gewinnspiele. The BossHoss sind die Headliner am Samstagabend. DJ Topic sorgt am Freitag für schweißtreibende Beats. Testen Sie Ihr Wissen über 75 Jahre SWB in Mülheim an der Ruhr! Welche Antwort ist jeweils die richtige? Mit ein bisschen Glück gewinnen Sie Freikarten für das Mülheim Summer Open Air im August

ž¥ wohnlich Für die SWB ist das ein besonderer Schritt. Denn erstmals wird auf vorhandenem Bestand gebaut, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Das Quartier wird also nicht nur modernisiert, sondern gezielt weiterentwickelt. Für die Mieter vor Ort bedeutet das vor allem: Die Gebäude werden umfassend fit für die Zukunft gemacht. Geplant sind unter anderem neue Fenster und Haustüren, eine Kellerdeckendämmung, Balkonanbauten sowie die Neugestaltung der Außenanlagen. Hinzu kommen Gründächer mit Photovoltaik. Auch die Wärmeversorgung wird umgestellt: Statt der bisherigen Hier geht es aufwärts So werden die sanierten und aufgestockten Häuser aussehen. Visualisierung: ecoworks An der Saarner Straße/Laubecks Weg entstehen neue Wohnungen durch Aufstockung An der Saarner Straße 478 bis 492 und am Laubecks Weg 25 bis 29 plant die SWB ein Projekt, das für das Unternehmen in dieser Form neu ist: Der Wohnungsbestand aus dem Jahr 1956 wird nicht nur energetisch saniert, sondern erstmals auch aufgestockt. In modularer Bauweise entstehen auf bestehenden Häusern neue Wohnungen. So wächst die Zahl der Wohnungen von heute 72 auf künftig 94.

wohnlich ž¡ Die Planungen für die Sanierung der Häuser laufen. Gasheizungen sollen künftig die Gebäude mit zentralen Luft-Wasser-Wärmepumpen versorgt werden, ergänzt durch Wohnungsstationen und eine dezentrale Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Die Sanierung erfolgt in bewohntem Zustand, also während laufender Mietverhältnisse. Klar ist schon jetzt: Das Projekt ist technisch und organisatorisch anspruchsvoll. Ziel ist es, den Bestand energetisch deutlich zu verbessern und gleichzeitig neuen Wohnraum zu schaffen. Auch bei den Energiestandards ist viel geplant. Der modernisierte Bestand soll die EffizienzhausStufe 55 EE erreichen, die neu entstehenden Wohnungen in der Aufstockung den Standard Effizienzhaus 40. Für das Gesamtprojekt wird ein Netto-Null-Standard angestrebt. Im bisherigen Bestand gibt es Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern. Die neuen Wohnungen in den aufgestockten Etagen werden als Zwei-Zimmer-Wohnungen gebaut. Beim Ausstattungsstandard soll es keine Unterschiede geben: Die neuen Wohnungen erhalten den SWB-Ausstattungsstandard, ebenso leer werdende Wohnungen im Bestand, die im Zuge der Maßnahme einzelmodernisiert werden. Auch optisch soll ein stimmiges Gesamtbild entstehen. Eine klassische Angleichung von Alt und Neu ist dabei nicht vorgesehen. Stattdessen sorgen die vorgesetzten Module für eine neue, einheitliche Fassadenansicht. Ob zusätzlich statische Anpassungen nötig sind, wird derzeit noch geprüft. Verändern wird sich auch die Situation rund um das Parken. Die vorhandenen Garagen werden abgerissen, der erforderliche Parkraum wird anschließend neugestaltet. Außerdem wird E-Mobilität entsprechend den gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt. Finanziert werden soll das Vorhaben über einen Fördermix aus Mitteln der NRW.BANK und der KfW. Der Bauantrag soll im Juni 2026 gestellt werden. Weitere Aussagen zum Zeitplan sind derzeit noch nicht möglich. Fest steht aber schon jetzt: An der Saarner Straße und am Laubecks Weg entsteht ein Projekt, das Bestehendes bewahrt, energetisch verbessert und zugleich neuen Wohnraum schafft. Genau diese Verbindung macht das Vorhaben für die SWB so besonders.

žœ wohnlich Inzwischen sind die Gebäude abgerüstet, die Fassaden sichtbar und die Optik des Ensembles nahezu komplett. Während draußen die Arbeiten an den Außenanlagen in vollem Gange sind, werden im Inneren die letzten Maßnahmen umgesetzt. In den Häusern werden derzeit die Bodenbeläge verlegt, danach stehen die abschließenden Reinigungsarbeiten an – ein deutliches Zeichen dafür, dass der Innenausbau auf die Zielgerade einbiegt. Terrassen, Gärten sowie Stellplätze und Garagen nehmen Gestalt an und lassen erkennen, wie das Wohnen hier künftig aussehen wird. Häuser bereits vermietet Parallel zu den Baufortschritten hat sich auch auf der Vermietungsseite viel getan. Mitte April startete über den hauseigenen Newsletter die Vermarktung der fünf Wohneinheiten. Bewerben konnten sich Interessierte, die die Voraussetzungen für einen Wohnberechtigungsschein erfüllen. Da es sich um ein öffentlich gefördertes Projekt mit entsprechender Belegungsbindung handelt, dürfen die Häuser ausschließlich an Haushalte vermietet werden, die über einen gültigen Wohnberechtigungsschein verfügen. Ob dieser erteilt wird, hängt insbesondere von der Höhe des Einkommens und der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen ab. Die Resonanz auf das Angebot war groß: Bereits nach wenigen Wochen waren alle fünf Reihenhäuser vergeben. Für die neuen Mieter rückt der Einzug nun in greifbare Nähe. Zum 1. September werden sie ihre Häuser beziehen und die bis dahin fertiggestellte kleine Reihenhauszeile mit Leben füllen. Aus dem Neubauprojekt, das im Sommer des Vorjahres als Baustelle begann, wird damit in wenigen Wochen ein neuer Wohnort für Familien – mit energieeffizienter Technik wie Wärmepumpe, Fußbodenheizung und Photovoltaik, kompakten Grundrissen und einem klaren Ziel: guten Wohnraum für Menschen mit geringerem Einkommen zu schaffen. Wer sich für ähnliche Projekte interessiert: Unsere NewsletterAbonnenten werden über unsere laufenden und geplanten Baumaßnahmen sowie vorab über den Vermarktungsstart unserer NeubauProjekte informiert. Für den Newsletter anmelden kann man sich über die Internetseite www. swb-mh.de/projekte oder über nebenstehenden QR-Code. Zwischen Rohbau und Einzugstermin liegen meist viele Monate – und doch ist der Moment, in dem ein Neubauprojekt sichtbar „fertig“ wird, immer etwas Besonderes. An der Finefraustraße 26a-d in MülheimHeißen ist dieser Punkt nun fast erreicht: Die fünf Reihenhäuser zeigen sich weitgehend in ihrem endgültigen Erscheinungsbild, und aus der Baustelle formt sich Schritt für Schritt ein neues, kleines Wohnensemble für Familien. Reihenhäuser an der Finefraustraße sind im September bezugsfertig Neues Zuhause für Familien

wohnlich žŸ An der Zeppelinstraße in Holthausen/Raadt (zwischen Neckel- und Parsevalstraße) bietet das große Feld von Frederik Schulten-Baumer fast ganzjährig saisonale Sorten wie Tulpen, Dahlien, Sonnenblumen, Gladiolen, Sommerastern, Dill und Ringelblumen. Geöffnet ist täglich von 8 bis 20 Uhr, bezahlt wird bar oder per Paypal; an der Bezahlstation stehen häufig auch fertige Sträuße bereit. Auf dem kleineren Feld an der Riemelsbeck nahe der Einmündung in die Velauer Straße können rund um die Uhr Blumen gepflückt werden, ebenfalls mit Bar- oder Paypal-Zahlung. Im Winkhauser Tal, Hansbergstraße/Ecke Reuterstraße, zeigt sich das Feld von Matthias Ott früh im Jahr frühlingshaft bunt mit vielen Tulpensorten, später mit Sonnenblumen, Dahlien und Gladiolen. Öffnungszeiten: 8 bis 20 Uhr, Bezahlung bar oder per Paypal; gelegentlich wird am Unterstand zusätzlich saisonales Gemüse angeboten. Auf dem Dümptener Bauernhof an der Bonnemannstraße 66 wachsen ab Ende Juni Sommerblumen für bunte Bauernsträuße, darunter Dahlien, Herbstastern, Sonnenhut, Calendula und Mutterkraut. Der Preis richtet sich nach der Dicke des Straußes, Sonnenblumen kosten pro Stück. Das Feld ist durchgehend begehbar, bezahlt wird bar; im Hofladen sind fertige Sträuße erhältlich. Der Betrieb „Das kleine Grün“ an der Mintarder Straße nahe Hausnummer 210 arbeitet nach eigenen Angaben lokal und nachhaltig. Ab Juni blühen dort Sonnenblumen, Dahlien, Zinnien, Sonnenhut, Cosmea, Jungfer im Grünen, Rutenhirse sowie essbare Blüten wie Kornblumen und Ringelblumen. Kleine Tafeln erläutern Preise und geben Ernte-Tipps, das Feld ist durchgehend begehbar, Bezahlung in bar. Am Lepkeshof (Lepkesfeld/Ecke Hexberg) an der Stadtgrenze zu Oberhausen stehen ab Anfang Juli Sonnenblumen, Gladiolen und später Dahlien bis zum ersten Frost bereit. Geöffnet ist das Blumenfeld von 8.30 bis 20 Uhr, gezahlt wird ausschließlich bar an der Kasse des Vertrauens; auf der gegenüberliegenden Straßenseite lädt der Hofladen zum zusätzlichen Einkauf ein. Blumen bringen mit wenig Aufwand Farbe und Stimmung in jedes Zuhause – ob als Tischschmuck, im Flur oder als fröhlicher Blickfang auf der Fensterbank. In Mülheim gibt es dafür gleich mehrere SelbstpflückFelder, auf denen individuelle Sträuße direkt vom Acker mitgenommen werden können. Das Prinzip ist einfach: Blumen nach Geschmack auswählen, selbst schneiden, an der „Kasse des Vertrauens“ bar oder – je nach Hof – per Paypal bezahlen. Mülheimer Selbstpflück-Felder bieten bunte Auswahl von Tulpe bis Dahlie Vom Ackerrand in die Vase

žº miteinander Der erste Mitarbeiter wurde zunächst als Integrationslotse eingestellt – er kümmerte sich erfolgreich darum, dass Geflüchtete in ihrem neuen Zuhause ankommen und vermittelte Informationen und Unterstützung. 2016 wurde der erste Quartiersmanager eingestellt, 2019 stieß Anna Schewerda zum Team. Heute besteht das SWB-Quartiersmanagement aus Teamleiterin Birgit Syring, Anna Schewerda und Ida Carey. „Wir wollen eine lebendige Nachbarschaft gestalten, in der jede Person zufrieden und möglichst lange selbständig leben kann. Dazu haben wir unsere Ohren ganz nah am Mieter und hören genau hin, was es vor Ort eigentlich braucht“, umschreibt Anna Schewerda die Zielsetzung des Teams. Erster Quartierspunkt in Heißen Der erste Quartierspunkt öffnete 2018 in Heißen – als ein Ort der Begegnung, der Aktivitäten unter Nachbarn und des Austausches. Dafür stellte die SWB eine leerstehende Wohnung in der Kleiststraße zur Verfügung und stattete diese mit einer Küche, Tischen und weiterem Mobiliar aus, das man für Nachbarschaftstreffen nutzen kann. Der Quartierspunkt Heißen war ein wesentlicher Bestandteil des Entwicklungskonzeptes für die Eichbaumsiedlung. Seit acht Jahren werden hier insgesamt 550 Wohnungen saniert, manche wurden abgerissen und neu gebaut. Im Rahmen einer Quartierswerkstatt wurden die Bewohner eingeladen, sich über ihre Bedürfnisse und Wünsche für die Nachbarschaft auszutauschen und daraus erste Angebote für den Quartierspunkt zu entwickeln, zunächst im ehemaligen Kiosk am Amundsenweg, dann in der Wohnung in der Kleiststraße. Heute gibt es dort Frühstücks- und Kochtreffen, Näh- und Handarbeitstreffs, Spaziergeh-Gruppe, SmartphoneCafés, Spielenachmittage, Seniorenkaffeetrinken oder auch eine Männergruppe. Sie werden zum größten Teil von den Nachbarn Die SWB baut, saniert und vermietet Wohnungen. Als Dienstleister rund ums Wohnen aber hat man schon länger erkannt, dass die Förderung von Nachbarschaften wesentlich dazu beitragen kann, die Zufriedenheit der Mieter mit ihrem Zuhause und dem Wohnumfeld zu steigern. 2015 kam die Idee auf, ein Quartiersmanagement zu etablieren, um nicht mehr nur in Steine zu investieren, sondern aktiv Nachbarschaften zu fördern. Vor acht Jahren eröffnete der erste von heute insgesamt vier SWB-Quartierspunkten „Wir wollten nicht nur in Steine investieren“ Der Quartierspunkt in Dümpten23 ist der erste, der in einem Neubau geplant entstanden ist.

miteinander žª selbst organisiert. Wenn der Neubau an der Filchnerstraße fertig ist, wird der Quartierspunkt Heißen hier in eigens dafür konzipierte Räume umziehen. Garten-AG in Styrum Ebenfalls 2018 wurde der zweite Quartierspunkt der SWB in Styrum in der Sedanstraße eröffnet. Während es auf der anderen Seite der Bahngleise in Styrum umfangreichere Angebote gab, fehlte es daran im Bereich der Hauskampstraße. Auch hier bezog der QP eine Erdgeschosswohnung, eine kleine Terrasse mit Garten lädt zu Außenaktivitäten ein, wenn das Wetter es zulässt. So haben die Nachbarn eine Garten-AG gegründet. In Zusammenarbeit mit der Caritas werden hier Sprachtreffs und Vorträge angeboten, Hausaufgabenbetreuung, Kinderbasteln und Ferienangebote. Wegen eines massiven Wasserschadens war der Quartierspunkt über einen längeren Zeitraum geschlossen, konnte aber im letzten Herbst wieder eröffnet werden. Corona sorgte für Stillstand 2020 konnte der erste Quartierspunkt eröffnet werden, den die SWB eigens für diesen Zweck gebaut hat: An der Oberheidstraße 136, im neugebauten Quartier Dümpten23, gibt es großzügige Kurs- und Büroräume. Doch auch hier verlief nicht alles wie geplant: Kurz vor der Fertigstellung lähmte Corona das Land, die feierliche Eröffnung musste verschoben werden. Erste Angebote gab es zunächst nur online oder im Freien, zahlreiche Auflagen mussten beachtet werden. 2023 wurde die Eröffnungsfeier nachgeholt. Inzwischen hat sich dank verschiedener Kooperationspartner wie dem Centrum für Bürgerschaftliches Engagement (CBE) oder der Sparkasse Mülheim ein umfangreiches Angebot für die Menschen in der Nachbarschaft entwickelt. Auch der Seniorenclub Dümpten hat hier sein Domizil und bietet Kurse und Veranstaltungen an. „Vereine, die in unseren Quartierspunkten Kurse anbieten, müssen diese aber offen halten für alle, auch für Nichtmitglieder“, betont Birgit Syring die Regeln. Gemeinsam kochen, spielen, Schulungen in Online-Banking und Internetnutzung für Senioren, Smartphone-Cafés, interkulturelles Frauen-Frühstück und vieles mehr findet sich auf dem Programm. „Das ist ja auch die Idee der Quartierspunkte: die Mieter zusammenzubringen, Nachbarschaft kennenzulernen und aktiv mitzugestalten oder auch Gleichgesinnte oder Nachbarschaftshilfe zu finden“, erklärt Quartiersmanagerin Anna Schewerda. Das unterstütze das Ziel der SWB, dass Mieter möglichst lange und selbstbestimmt in ihren Wohnungen leben können. Vom Seniorentreff zum Familienangebot Zuletzt wurde der Quartierspunkt an der Aktienstraße 2024 eröffnet – in der bisherigen Seniorentagesstätte und in Kooperation mit dem Träger der Tagesstätte, der Caritas. Gab es hier vorher ein Angebot ausschließlich für Senioren, ist es nun erweitert worden für die vielen Familien im umliegenden SWBBestand. Dazu gehören Frauen-Frühstücks- und Koch-Angebote, aber auch gemeinsame Aktionen wie Fastenbrechen. Ein großes Mieterfest wurde hier schon gefeiert und ein Second-Hand-Trödel durchgeführt. Das Quartiersmanagement ist und bleibt erster Ansprechpartner für Mieter und für Kooperationspartner, erarbeitet Konzepte zur Mieteraktivierung, erfragt Bedarfe, koordiniert die Aktivitäten in allen Quartierspunkten und unterstützt bei Bedarf bei der Durchführung. „Neben den Quartierspunkten aktivieren wir auch die Nachbarschaften, in denen es bereits Gemeinschaftsräume gibt und wollen diese zusammen mit den Mietern wiederbeleben und mit Leben füllen,“ erklärt Ida Carey die erweiterte Strategie des Quartiersmanagements. Die Vielfältigkeit der einzelnen Quartierspunkte zeigt, dass es ohne die Zusammenarbeit von Quartiersmanagement und Mietern nicht geht. Nur gemeinsam können aus Räumen Orte der Begegnung werden – und aus Nachbarschaft ein echtes Miteinander. Der Quartierspunkt Heißen verfügt nicht nur über eine Küche und einen großen Tisch für gemeinsames Essen, sondern auch über eine Spieleecke für Kinder. Im Quartierspunkt Styrum kann auch der kleine Garten genutzt werden. „Offene Tür“ im Quartierspunkt Heißen • Dienstag, 18. August, von 16 bis 17.30 Uhr • Donnerstag, 15. Oktober, von 10 bis 11.30 Uhr „Offene Tür“ im Quartierspunkt Dümpten • Donnerstag, 20. August, von 10 bis 11.30 Uhr • Dienstag, 13. Oktober, von 14.30 bis 16 Uhr

„Wegschauen war für mich nie eine Option“ miteinander Christabel Commodore in „ihrem“ Quartier an der Elisabeth-Selbert-Straße. Manchen Menschen liegt es in der Natur, andere zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass eine Gemeinschaft funktioniert. Ein solcher Mensch ist Christabel Commodore. Aufgewachsen im SWB-Quartier an der Elisabeth-Selbert-Straße, setzt sie sich seit Jahren für eine gute Nachbarschaft ein und ist insbesondere für die Kinder eine Vertrauensperson und Anlaufstelle, wenn es irgendwo Probleme gibt. Denn, so sagt sie: „Ich liebe einfach Menschen und mache das gerne.“ Christabel ist 21 Jahre alt und lebt seit 16 Jahren im SWBQuartier. Mit ihrer Familie kam sie damals aus Dortmund hierher. „Für mich war das eine neue Welt. In Dortmund kannte ich die ganze Nachbarschaft, hatte dort Freunde, und musste mir hier erst mal alles neu aufbauen.“ Sie schwärmt von der großen Wiese zwischen den alten Häusern, um die sich die Straße wie ein Bogen schlängelte. „In der Mitte sind immer alle Kinder zusammengekommen, und so habe ich meine ersten Freunde kennengelernt.“ Als offene, fröhliche Person fiel ihr der Anschluss nicht schwer. „Im Gegensatz zu heute war es damals sehr einfach, Anschluss zu finden“, weiß die Studentin. „Ich habe mit Kindern aus allen möglichen Nationen und Kulturen gespielt, und wir hatten nie Probleme.“ Neubau veränderte vieles Dann kam die Veränderung: Im Rahmen einer umfassenden Quartiersentwicklung wurden die alten, nicht mehr zeitgemäßen Häuser in der Mitte abgerissen, die SWB baute neu. Viele ihrer Freunde zogen weg, ihre Familie zog vom Innen- in den Außenbereich der Elisabeth-Selbert-Straße. „Das hat das Miteinander der verbliebenen Kindern verändert“, erinnert sich Christabel. Die große Wiese als gemeinsamer Treffpunkt Christabel Commodore setzt sich aktiv für eine funktionierende Nachbarschaft ein

miteinander ž Bei der Spielplatzaktion der SWB war Christabel natürlich auch dabei und unterstützte das SWB-Quartiersmanagement. wurde zu einem hochwertigen Aufenthaltsbereich für alle Mieter umgestaltet – eine positive Errungenschaft, aber dennoch eine große Umstellung vor allem für die Kinder. Neue Nachbarn zogen ein, neue Kinder kamen dazu. Christabel war weiterhin viel draußen, suchte das Gespräch, hörte zu – und lernte schnell die Kinder der neu hinzugezogenen Familien kennen. „Und wenn die Eltern merken, dass die Kinder der Person vertrauen, dann kommt auch einfacher der Kontakt zu ihnen“, erzählt Christabel. Ihr großer Vorteil: sie ist als Nachbarin eine „von ihnen“. Sie organisierte Spiele wie Schnitzeljagd oder Karaoke für die Jungen und Mädchen. Für viele Kinder war (und ist) sie nicht nur Spielpartnerin, sondern so etwas wie eine große Schwester – eine, die aufpasst, mitredet und ernst nimmt. Sie sorgte bewusst dafür, dass die Kinder aus dem Altbestand und die Kinder aus dem Neubau miteinander ins Gespräch – und ins Spielen – kamen. Spannungen wuchsen Doch nach dem Neubau und dem Einzug vieler neuer Bewohner, kam es zu Spannungen. Die Kinder suchten sich den Platz zum Spielen zwischen den Häusern, Fußbälle knallten gegen Wände, der neue Spielplatz wurde nicht immer ordentlich hinterlassen, die Beschwerden häuften sich. Für Christabel war klar: Wegschauen ist keine Option. „Ich habe das ja auch verstanden. Die Kinder brauchen ihren Spielraum, aber die Bewohner wollen auch mal ihre Ruhe haben“, erzählt sie. Also wollte sie Neubau und Altbau zusammenbringen und herausfinden, wo genau die Probleme liegen. Gemeinsam mit zwei Freunden sprach sie mit den Kindern und gründete zwei WhatsApp-Gruppen: eine für die Eltern, eine für die Kinder. Sie dokumentierte, was vor Ort passierte, sammelte Rückmeldungen und machte die Dynamiken sichtbar. Gemeinsame Gespräche Die Stimmung war zunächst angespannt, auf beiden Seiten: Eltern und Kinder aus Alt- und Neubau fühlten sich teils unverstanden. Deshalb wurde ein gemeinsamer Termin zur Aussprache organisiert. Christabel warb bei den Eltern um Verständnis dafür, dass sich für die Kinder die Spielmöglichkeiten im Quartier komplett verändert haben. Gleichzeitig sprach sie mit den Kindern darüber, dass vor allem Erwachsene mit Babys und Kleinkindern ein gewisses Ruhebedürfnis haben. „Irgendwann, nach mehreren Stunden, haben wir eine gesunde Mitte gefunden“, erzählt sie. Regeln wurden gemeinsam besprochen, Verständnis aufgebaut – und Christabel bot sich auch weiterhin als Ansprechpartnerin an. Die Lage beruhigte sich spürbar, wenn auch nicht gänzlich. Unabhängig davon wurde auch die SWB nach den ersten Beschwerden aktiv. Birgit Syring vom Quartiersmanagement sprach mit Anwohnern und Jugendlichen – und lernte dabei Christabel kennen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass Christabel sich so für die Nachbarschaft engagiert“, sagt Birgit Syring. Gemeinsam überlegten sie, welche Maßnahmen die SWB beitragen kann, um die Nachbarschaft zu stärken. Es folgten eine Spielplatzaktion, der Jubiläumsbus mit Popcornmaschine kam ins Quartier, und auch für die Ferien wurden weitere Angebote vorbereitet. Studium der sozialen Arbeit Christabels Engagement spiegelt sich auch in ihrem Bildungsweg wider. Die junge Frau besuchte zunächst die Grundschule am Steigerweg, wechselte anschließend zur Gustav-Heinemann Gesamtschule. Nach der 10. Klasse ging sie auf ein Berufskolleg und erwarb dort ihr Fachabitur. Zunächst war sie sich nicht sicher, ob ein Studium das Richtige für sie ist. Ein vorgeschriebenes halbjähriges Praktikum als Ergotherapeutin brachte Klarheit: „Ich habe gemerkt, dass es die Arbeit mit Menschen ist, die mich wirklich erfüllt“, sagt sie. Aus dieser Erfahrung heraus entschied sie sich für ein Studium der Sozialen Arbeit in Bochum. Aktuell ist Christabel im dritten Semester. Durch das Studium ist ihre Zeit knapper geworden, und sie kann sich nicht mehr so intensiv wie früher jeden Tag mit den Kindern im Quartier beschäftigen. Doch ganz aufhören? Das kommt für sie nicht infrage. „Andere Menschen zufrieden und glücklich zu machen, liegt mir einfach am Herzen“, sagt sie – und wieder ist da dieses Lachen, das man so schnell nicht vergisst.

miteinander DANKE! Seit fünf Jahrzehnten bei der SWB zuhause So viele Jahre in derselben Wohnung zu leben, ist etwas ganz Besonderes. Es steht für Vertrauen, für echte Verbundenheit und für das gute Gefühl, angekommen zu sein. Dass Mieter der SWB uns schon seit Jahrzehnten begleiten, freut uns von Herzen. Jedes Mieterjubiläum erzählt seine ganz eigene Geschichte – von Zuhause, Nachbarschaft und vielen gemeinsamen Jahren. Einige unserer langjährigen Jubilare durften wir persönlich besuchen, um sie vorzustellen. Marie-Luise Bartsch wohnt in Heißen. Sie empfängt uns in einer gepflegten, zeitlos und stilvoll eingerichteten Wohnung. Man sieht auf den ersten Blick: Hier hat jemand viel Liebe und Geschmack investiert, um sich ein gemütliches Heim zu schaffen. In das zweistöckige, 1971 gebaute Reihenhaus zog das Ehepaar Bartsch 1972 ein. Ihr Ehemann Peter arbeitete bei Siemens; das Unternehmen hatte für eine bestimmte Anzahl an SWB-Wohnungen ein Vorgriffsrecht. Gemeinsam mit zwei Kindern richtete sich das Paar in der 86 Quadratmeter großen Drei-Zimmer-Wohnung ein. „Besonders der Wohnungsschnitt hatte uns gefallen und dass es ein Neubau war“, erinnert sich die Seniorin. Auch den damaligen SWBGeschäftsführer Horst van Emmerich hat sie noch persönlich kennengelernt. „Das waren ja alles jungen Familien, die hier in den Neubau eingezogen sind. Da ist er auch mal unangemeldet vorbeigekommen und hat geschaut, ob wir auch alles ordentlich geputzt haben“, lacht sie. Im Laufe der Jahre haben sie in der Wohnung einiges verändert. „Das hat mein Mann zum größten Teil in Eigenarbeit gemacht“, erläutert die Mieterjubilarin. So sind in der ganzen Wohnung die Decken weiß getäfelt. Eine Wand zwischen Flur und Küche wurde nach Prüfung und mit Einverständnis der SWB entfernt, um einen großen, offenen Küchenbereich mit Essecke zu schaffen. Auch das Badezimmer hat Peter Bartsch selbst mit großen schwarzen Fliesen ausgestattet. Obwohl das schon 30 Jahre her ist, wirken diese heute wieder modern – das Alter sieht man dem Bad nicht an. Es gibt noch vier Nachbarn, die ebenfalls seit dem Neubau in den Reihenhäusern wohnen. „Wir verstehen uns gut, und helfen uns gegenseitig, wenn einer mal etwas nicht kann.“ Früher habe man vieles gemeinsam gemacht, die Kinder hätten zusammengespielt. Heute seien die gemeinsamen Aktivitäten weniger geworden, aber ein gemeinsames Kaffeetrinken gäbe es immer noch. Als ihr Mann schwer erkrankte, pflegte Marie-Luise Bartsch ihn acht Jahre lang bis zu seinem Tod im Jahr 2018. Was wünscht sie sich für die Zukunft? „Das Haus bräuchte eine neue Dämmung und eine Sanierung der Fassade. Wir würden uns alle hier freuen, wenn das bald gemacht werden würde.“ Mit der SWB als Vermieterin war sie immer zufrieden. Besonders gefreut habe sie, dass der Winterdienst nun extern durchgeführt werde. „Ich bin froh, dass ich diese schöne Wir gratulieren langjährigen Mietern zu ihrem Mieterjubiläum und sagen Danke Marie Luise Bartsch

miteinander ™ Wohnung habe und das inzwischen richtig genießen kann. Denn wir wollten es immer schön haben und uns wohlfühlen.“ Mehr als 50 Jahre wohnen Ute und Helmut Straeten bereits bei der SWB – Helmut Straeten sogar schon seit rund 70 Jahren. Bereits 1956 zog er als kleines Kind mit seinen Eltern in die damals neu gebaute Wohnung an der Dümptener Straße 13. Die Familie lebte dort auf 63 Quadratmetern in drei Räumen. Im Bad sorgte zunächst ein mit Kohle befeuerter Boiler für warmes Wasser. Als dieser kaputtging, schaffte die Familie auf eigene Kosten einen elektrischen Boiler an. Geheizt wurde mit einem selbstgekauften Kohleofen. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 1964 und der Mutter 1965 blieb Helmut Straeten, damals 18 Jahre alt, allein in der Wohnung wohnen. Neuer Lebensabschnitt Dort begann auch ein neuer Lebensabschnitt: Er lernte seine heutige Frau Ute kennen. Ostern 1968 zog sie zu ihm in die Dümptener Straße, im Dezember wurde geheiratet. An die frühen Jahre bei der SWB erinnert sich das Ehepaar noch gut. „Ich hatte auch noch Kontakt zu dem SWB-Geschäftsführer Horst van Emmerich“, erinnert sich Ute Straeten. „Früher war alles noch viel persönlicher“, ergänzt ihr Mann. 1976 wurde in der Wohnung eine Gas-Zentralheizung eingebaut. Helmut Straeten, der zunächst Konditor lernte und später als Kraftfahrer arbeitete, weiß das noch ganz genau. Mit der Zeit wuchs die Familie: Zwei Kinder wurden geboren, und eine größere Wohnung musste her. 1982 fand das Paar erneut bei der SWB ein passendes Zuhause – diesmal in der Friedrich-Ebert-Straße, mitten in der Stadt und in der Nähe der Ruhr. Die 91 Quadratmeter große Wohnung im dritten Stock bot ausreichend Platz für die Familie. Einen kleinen Haken gab es allerdings: „63 Stufen mussten wir bei jedem Weg gehen“, erzählt Helmut Straeten schmunzelnd. Als die Kinder ausgezogen waren und im ersten Stock eine Wohnung frei wurde, zog das Ehepaar 2004 erneut um – diesmal in die 73 Quadratmeter große Drei-ZimmerWohnung, in der es bis heute lebt. Doch das Schicksal stellte Ute und Helmut Straeten vor große Herausforderungen. Ute Straeten ist seit sieben Jahren bettlägerig, Helmut Straeten seit zwei Jahren. Ein Pflegedienst kommt täglich mehrmals und unterstützt das Ehepaar im Alltag. Trotz allem haben die beiden einen klaren Wunsch: Sie hoffen auf eine barrierefreie Wohnung, damit sie wieder einfacher am Leben außerhalb der eigenen vier Wände teilhaben können. „Wir suchen eine barrierefreie Wohnung, so dass wir auch mal die Möglichkeit hätten, mit Rollstühlen die Wohnung zu verlassen. Meine Frau war seit sieben Jahren nicht mehr draußen“, sagt Helmut Straeten. Der schmale Flur und die Treppe in den ersten Stock machen das derzeit unmöglich. „Wir haben uns schon bei SWB auf eine Warteliste setzen lassen, aber wir möchten auch gerne in der Stadtmitte wohnen bleiben“, erzählt der 79-Jährige. Für diesen Wunsch drücken wir fest die Daumen. Das Foto erinnert an die Zeiten, als Ute und Helmut Straeten noch mobil waren. Sie wohnen auch bald 50 Jahre bei uns? Melden Sie sich bitte bei uns, wenn Ihr Jubiläum ansteht. Regina Tempel, Tel. 0208/45002-211, tempel@swb-mh.de, freut sich über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail. Wir gratulieren außerdem zum goldenen Mieterjubiläum: Hans-Joachim Reithe (50 Jahre SWB) Heißen Maria Fengler (51 Jahre SWB) Dümpten Gisela Conrad (65 Jahre SWB) Dümpten Renate Mommertz (50 Jahre SWB) Stadtmitte Hedwig Diedler (60 Jahre SWB) Heißen Hermann und Dagmar Kösters (50 Jahre SWB) Saarn Heidrun Lübold (50 Jahre SWB) Heißen

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